Der GTU-Test, durchgeführt in der Größe 225/45 R17, ist der erste Test, bei dem unter den vierzehn getesteten Reifen auch der neue Goodyear Eagle F1 Asymmetric 3 , der Dunlop Sport Maxx RT2 , der Falken Azenis FK510 , der Toyo Proxes T1 Sport+ und der GT Radial SportActive zum Einsatz kommen! Leider fehlte der neue Michelin Pilot Sport 4 im Test, aber man kann nicht alles auf einmal haben.
Wie haben sich die neuen Reifen bewährt?
Bei Goodyear Dunlop dürfte es einige enttäuschte Gesichter geben, denn der in die Jahre gekommene Continental Sport Contact 5 gewann den Test erneut. Er schlug den zweitplatzierten Goodyear bei Nässe vor allem dank seiner außergewöhnlichen Bremsleistung, erwies sich bei Trockenheit als etwas stärker und erreichte die gleichen Werte in puncto Komfort und Geräuschentwicklung. Einzig beim Rollwiderstand konnte der neue Goodyear den Continental übertreffen. Hier erzielten sowohl der neue Goodyear als auch der Dunlop äußerst beeindruckende Werte. Der Dunlop erreichte im direkten Vergleich fast die gleichen Werte wie der Goodyear, und der Pirelli P Zero schnitt exakt gleich wie der Dunlop ab und belegte gemeinsam mit diesem den dritten Platz.
So enttäuscht Goodyear und Dunlop auch sein mögen, die Ergebnisse der vier Top-Tests lagen extrem eng beieinander und die Reihenfolge könnte sich bei einer anderen Testgröße oder mit einem anderen Fahrzeug leicht ändern. Es besteht also noch Hoffnung, dass jemand Continental herausfordern wird!
Falken dürfte mit dem vierten Platz zufrieden sein. Der neue Azenis FK510 belegte den zweiten Platz und verwies den angesehenen Nokian zLine auf den fünften Rang. Auch der direkte Konkurrent Toyo T1 Sport+, der nur Zehnter wurde, blieb deutlich hinter Falken zurück. Der Falken erweist sich als echtes Performance-Schnäppchen: Mit 300 Euro pro Satz gehört er zu den günstigsten Reifen im Test.
Bei den etablierten Reifen gab es wenig Neues. Bridgestone lag knapp vor Michelin, doch beide Unternehmen präsentierten Premium-Tourenreifen, was im Vergleich zu den Ultra-High-Performance-Reifen der vier führenden Marken etwas ungewöhnlich erscheint.
GT Radial war die beste der chinesischen Marken, aber da ein Satz des neuen Sport Active jetzt 315 Euro kostet, verglichen mit 220 Euro für den Linglong, lässt sich der Aufpreis des Reifens kaum noch durch die geringe Leistungssteigerung rechtfertigen.
Preis vs. Leistung
Ein weiterer wichtiger Punkt, den GTU ansprechen wollte, war das nach wie vor bestehende Preis-Leistungs-Verhältnis beim Reifenkauf. Die im Test siegreichen Continental-Reifen kosteten 390 Euro pro Satz, während die Westlake-Reifen mit 210 Euro zwar fast die Hälfte kosteten, aber beim Bremsverhalten auf nasser Fahrbahn null Punkte erzielten und als zu gefährlich für den Straßenverkehr eingestuft wurden.
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