Auto motor und sport testete acht Sommerreifen der Größe 195/55 R 16, einer gängigen Bereifung für Kleinwagen wie VW Polo, Hyundai i20, Fiat 500 und Renault Clio, darunter auch einige Elektromodelle wie den Hyundai Inster und den Fiat 500e. Die Tests umfassten das Fahrverhalten bei Nässe (Bremsen, Handling, Aquaplaning), das Fahrverhalten bei Trockenheit (Bremsen, Handling, Lenkverhalten, Komfort) sowie Umwelteinflüsse (Rollwiderstand, Geräuschentwicklung). Für den Test wurden sowohl ein konventioneller Hyundai i20 als auch ein batterieelektrischer Hyundai Inster verwendet, wobei eine separate, auf Elektrofahrzeuge ausgerichtete Bewertung die Effizienz stärker gewichtete.
Der Dunlop Blue Response TG - ein von Sumitomo/Falken nach der Übernahme der Marke Dunlop neu entwickelter Reifen - ging als klarer Gesamtsieger hervor und erhielt als einziger die Bestnote „Hervorragend“. Er belegte in den meisten Tests bei Nässe und Trockenheit den ersten Platz. Am anderen Ende des Spektrums landete der Giti Synergy H2 trotz des EU-Labels A/A/A (der Bestnote in allen drei Kategorien) auf dem letzten Platz. Die Tester kamen zu dem Schluss, dass die Label-Bewertungen deutlich optimistischer waren als die tatsächlich gemessene Leistung. Der Continental EcoContact 6 verdeutlichte den zentralen Zielkonflikt dieses Tests: Er bot den geringsten Rollwiderstand und die mit Abstand größte elektrische Reichweite, erkaufte dies aber mit dem längsten Bremsweg auf nasser Fahrbahn - er rutschte 6,4 Meter weiter als der Dunlop.
Der Dunlop kam bei 100 km/h mit 34,9 Metern am kürzesten zum Stehen, dicht gefolgt vom Falken mit 35,5 Metern. Die Unterschiede sind relativ gering - nur 2,6 Meter trennen den Besten vom Schlechtesten -, doch der Cooper lag mit 37,5 Metern am Ende des Feldes, ein Ergebnis, das die Tester als grenzwertig bezeichneten.
Trockenbremsen
Verbreiten: 2.60 M (7.4%)|Durchschnitt: 36.33 M
Trockenbremsung in Metern (100 - 0 km/h) (Niedriger ist besser)
Dunlop Blue Response TG
34.90 M
Falken e.Ziex
35.50 M
Continental EcoContact 6
36.30 M
Vredestein Ultrac plus
36.30 M
Giti GitiSynergyH2
36.40 M
Firestone Roadhawk 2 ENLITEN
36.60 M
Michelin Primacy 5
37.10 M
Kia Motors Sportage 2021
37.50 M
Restgeschwindigkeitsrechner
Dry Braking: Auswirkungen auf die Sicherheit: Bester vs. schlechtester Reifen
Die Rundenzeiten auf der 1900 Meter langen, trockenen Strecke lagen eng beieinander; nur 1,0 km/h trennte alle Fahrzeuge. Der Dunlop war der Schnellste, gefolgt vom Giti und Continental, die punktgleich waren. Der Vredestein war der Langsamste, doch die Tester merkten an, dass Rundenzeiten nur einen Teil der Geschichte erzählen - die subjektiven Bewertungen für Lenkpräzision und Grenzverhalten wichen deutlich stärker voneinander ab. Dunlop, Continental und Michelin schnitten in puncto Fahrgefühl am besten ab.
Trockenhandling
Verbreiten: 1.00 Km/H (0.9%)|Durchschnitt: 106.86 Km/H
Trockenhandling Durchschnittsgeschwindigkeit (Höher ist besser)
Dunlop Blue Response TG
107.40 Km/H
Continental EcoContact 6
107.20 Km/H
Giti GitiSynergyH2
107.20 Km/H
Falken e.Ziex
107.10 Km/H
Firestone Roadhawk 2 ENLITEN
106.60 Km/H
Michelin Primacy 5
106.50 Km/H
Kia Motors Sportage 2021
106.50 Km/H
Vredestein Ultrac plus
106.40 Km/H
Nass
Bei Nässe zeigten sich die größten Leistungsunterschiede im gesamten Test. Der Vredestein kam aus 80 km/h mit 35,5 Metern als Erster zum Stehen, der Dunlop nur einen Meter dahinter. Am anderen Ende des Spektrums benötigte der Giti 43,8 Meter - über 8 Meter mehr, was die Tester als inakzeptabel lang einstuften. Auch der Continental, trotz seiner Effizienzklasse, hatte hier mit 42,9 Metern zu kämpfen und bezahlte seinen geringen Rollwiderstand mit einem 18 % längeren Bremsweg als der Dunlop.
Nassbremsen
Verbreiten: 8.30 M (23.4%)|Durchschnitt: 39.86 M
Nassbremsen in Metern (80 - 0 km/h) (Niedriger ist besser)
Vredestein Ultrac plus
35.50 M
Dunlop Blue Response TG
36.50 M
Firestone Roadhawk 2 ENLITEN
38.50 M
Michelin Primacy 5
38.80 M
Falken e.Ziex
41.40 M
Kia Motors Sportage 2021
41.50 M
Continental EcoContact 6
42.90 M
Giti GitiSynergyH2
43.80 M
Restgeschwindigkeitsrechner
Wet Braking: Auswirkungen auf die Sicherheit: Bester vs. schlechtester Reifen
Der Dunlop führte die Nasshandling-Wertung auf der 1823 Meter langen Strecke mit 55,8 km/h an, dicht gefolgt von Firestone und Vredestein. Der Continental war mit 52,4 km/h am langsamsten - was mit seiner schwachen Bremsleistung bei Nässe übereinstimmte - und auch der Giti hatte im unteren Bereich zu kämpfen. Die auf Effizienz ausgelegten Reifen verloren deutlich an Boden, als es auf Grip ankam.
Nasshandling
Verbreiten: 3.40 Km/H (6.1%)|Durchschnitt: 54.28 Km/H
Nasshandling Durchschnittsgeschwindigkeit (Höher ist besser)
Dunlop Blue Response TG
55.80 Km/H
Firestone Roadhawk 2 ENLITEN
55.10 Km/H
Vredestein Ultrac plus
55.00 Km/H
Michelin Primacy 5
54.70 Km/H
Falken e.Ziex
54.10 Km/H
Kia Motors Sportage 2021
54.10 Km/H
Giti GitiSynergyH2
53.00 Km/H
Continental EcoContact 6
52.40 Km/H
Die Seitenführungskräfte auf der nassen 100-Meter-Kurve zeigten ein ähnliches Bild: Der Dunlop erreichte die höchste, der Continental die niedrigste Seitenführungskraft. Der Unterschied von 0,33 m/s² ist für einen standardisierten Kurventest signifikant und unterstreicht den im Test beobachteten Zielkonflikt zwischen Rollwiderstand und Nasshaftung.
Nasser Kreis
Verbreiten: 0.33 m/s (4.2%)|Durchschnitt: 7.70 m/s
Seitliche Nasshaftung in m/s² (Höher ist besser)
Dunlop Blue Response TG
7.92 m/s
Vredestein Ultrac plus
7.74 m/s
Falken e.Ziex
7.73 m/s
Firestone Roadhawk 2 ENLITEN
7.70 m/s
Kia Motors Sportage 2021
7.68 m/s
Giti GitiSynergyH2
7.63 m/s
Michelin Primacy 5
7.61 m/s
Continental EcoContact 6
7.59 m/s
Die Reifen von Dunlop und Michelin zeigten nahezu identische Aquaplaning-Eigenschaften bei Geradeausfahrt und erreichten Geschwindigkeiten von 92,2 bzw. 92,1 km/h. Der Continental schnitt mit 81,8 km/h am schlechtesten ab - über 10 km/h hinter den Spitzenreitern. Die Tester stellten fest, dass Reifen mit niedrigem Rollwiderstand tendenziell früher aquaplanen, was dem allgemeinen Trend in diesem Test entspricht.
Aquaplaning geradeaus
Verbreiten: 10.40 Km/H (11.3%)|Durchschnitt: 88.78 Km/H
Schwebegeschwindigkeit in km/h (Höher ist besser)
Dunlop Blue Response TG
92.20 Km/H
Michelin Primacy 5
92.10 Km/H
Vredestein Ultrac plus
91.40 Km/H
Kia Motors Sportage 2021
90.70 Km/H
Firestone Roadhawk 2 ENLITEN
89.60 Km/H
Falken e.Ziex
88.40 Km/H
Giti GitiSynergyH2
84.00 Km/H
Continental EcoContact 6
81.80 Km/H
Das Aquaplaning in Kurven führte zu einer Umkehrung der üblichen Reihenfolge: Der Firestone erzielte mit 4,78 m/s² den besten Seitenhalt vor dem Aufschwimmen, während der Continental mit 3,20 m/s² erneut den letzten Platz belegte. Der Dunlop, der in den meisten anderen Nasstests dominierte, lag hier mit 4,28 m/s² im Mittelfeld.
Verbleibende Querbeschleunigung (Höher ist besser)
Firestone Roadhawk 2 ENLITEN
4.78 m/sec2
Michelin Primacy 5
4.41 m/sec2
Kia Motors Sportage 2021
4.39 m/sec2
Dunlop Blue Response TG
4.28 m/sec2
Vredestein Ultrac plus
3.96 m/sec2
Falken e.Ziex
3.87 m/sec2
Giti GitiSynergyH2
3.56 m/sec2
Continental EcoContact 6
3.20 m/sec2
Komfort
Die Vorbeifahrgeräusche bei 80 km/h lagen zwischen 68,7 dB(A) beim Dunlop und 71,9 dB(A) beim Cooper - eine Differenz von 3,2 dB(A). Die Tester merkten an, dass die standardmäßige ECE-Außengeräuschmessung die Rollgeräusche bei niedrigen Geschwindigkeiten unter 60 km/h nicht erfasst, was insbesondere im Stadtverkehr relevant ist. Hinsichtlich der Innenraumgeräusche bei niedrigen Geschwindigkeiten wurde der Falken als der leiseste bewertet, während Vredestein und Firestone subjektiv die niedrigsten Werte erzielten.
Geräusch
Verbreiten: 3.20 dB (4.7%)|Durchschnitt: 69.86 dB
Außengeräusch in dB (Niedriger ist besser)
Dunlop Blue Response TG
68.70 dB
Continental EcoContact 6
68.90 dB
Michelin Primacy 5
69.00 dB
Vredestein Ultrac plus
69.40 dB
Giti GitiSynergyH2
69.50 dB
Falken e.Ziex
70.00 dB
Firestone Roadhawk 2 ENLITEN
71.50 dB
Kia Motors Sportage 2021
71.90 dB
Wert
Die im Labor gemessenen Rollwiderstände reichten von 5,8 kg/t beim Continental bis 8,4 kg/t beim Dunlop - ein Unterschied von 45 %. Der Giti, trotz seiner Rollwiderstandsklasse A, erreichte 6,6 kg/t und wurde vom Continental übertroffen. Dieser Test verdeutlicht den grundlegenden Kompromiss in der Reifenentwicklung: Die drei Reifen mit dem geringsten Rollwiderstand (Continental, Giti, Falken) wiesen allesamt die schwächste Bremsleistung bei Nässe auf.
Rollwiderstand
Verbreiten: 2.60 kg / t (44.8%)|Durchschnitt: 7.40 kg / t
Rollwiderstand in kg t (Niedriger ist besser)
Continental EcoContact 6
5.80 kg / t
Giti GitiSynergyH2
6.60 kg / t
Falken e.Ziex
6.90 kg / t
Michelin Primacy 5
7.20 kg / t
Kia Motors Sportage 2021
7.70 kg / t
Firestone Roadhawk 2 ENLITEN
8.30 kg / t
Vredestein Ultrac plus
8.30 kg / t
Dunlop Blue Response TG
8.40 kg / t
Brennstoff- und Energiekostenrechner
19,000 km
£1.45/L
8.0 L/100km
--
Jährliche Differenz
--
Lebenslange Ersparnisse
--
Zusätzlicher Treibstoff/Energie
--
Zusätzliches CO2
Die Schätzwerte basieren auf typischen Fahrbedingungen. Der Rollwiderstand trägt zu etwa 20 % des Kraftstoffverbrauchs von Verbrennern und 25 % des Energieverbrauchs von Elektrofahrzeugen bei. Die tatsächlichen Einsparungen variieren je nach Fahrstil, Fahrzeuggewicht, Straßenverhältnissen und Reifenalter. Nur zu Vergleichszwecken. Die Einsparungen über die gesamte Lebensdauer basieren auf einer Laufleistung von 40.000 km.
Der reale Energieverbrauch des Hyundai Inster wurde auf einem 10 km langen Stadtkurs bei einer Geschwindigkeit unter 60 km/h gemessen, um den Einfluss der Reifen auf den Luftwiderstand zu isolieren. Der Continental-Reifen verbrauchte 9,9 kWh/100 km, der Dunlop-Reifen 11,1 kWh/100 km - ein Unterschied von über 10 %, was einer um 39 km größeren Reichweite für den Continental entspricht. Die Ergebnisse korrelierten gut mit den im Labor ermittelten Rollwiderstandswerten.
Energieverbrauch in kWh pro 100 km (Niedriger ist besser)
Continental EcoContact 6
9.90 kWh/100km
Giti GitiSynergyH2
10.10 kWh/100km
Falken e.Ziex
10.20 kWh/100km
Michelin Primacy 5
10.40 kWh/100km
Kia Motors Sportage 2021
10.50 kWh/100km
Vredestein Ultrac plus
10.90 kWh/100km
Firestone Roadhawk 2 ENLITEN
11.00 kWh/100km
Dunlop Blue Response TG
11.10 kWh/100km
Brennstoff- und Energiekostenrechner
19,000 km
£1.45/L
8.0 L/100km
--
Jährliche Differenz
--
Lebenslange Ersparnisse
--
Zusätzlicher Treibstoff/Energie
--
Zusätzliches CO2
Die Schätzwerte basieren auf typischen Fahrbedingungen. Der Rollwiderstand trägt zu etwa 20 % des Kraftstoffverbrauchs von Verbrennern und 25 % des Energieverbrauchs von Elektrofahrzeugen bei. Die tatsächlichen Einsparungen variieren je nach Fahrstil, Fahrzeuggewicht, Straßenverhältnissen und Reifenalter. Nur zu Vergleichszwecken. Die Einsparungen über die gesamte Lebensdauer basieren auf einer Laufleistung von 40.000 km.
Ergebnisse
Der Dunlop Blue Response TG ging als klarer Sieger hervor und erhielt als einziger Reifen die Bestnote „Hervorragend“. Er dominierte sowohl bei Nässe als auch bei Trockenheit, landete aber beim Effizienztest auf dem letzten Platz. Der Vredestein Ultrac+ und der Michelin Primacy 5 folgten auf den Plätzen zwei und drei. Der Giti Synergy H2 belegte insgesamt den letzten Platz; sein A/A/A-EU-Label spiegelte sich nicht in den Messergebnissen wider.
Der Dunlop Blue Response TG geht als klarer Sieger aus diesem Test hervor und erzielt in nahezu allen Kategorien Bestnoten. Er bietet die kürzesten Bremswege auf nasser und trockener Fahrbahn, den höchsten Seitenhalt auf nasser Fahrbahn und die schnellsten Rundenzeiten im Nass- und Trockenhandling. Die Testfahrer bewerteten ihn als präzise, reaktionsschnell und stabil bei Spurwechseln mit einem breiten und vorhersehbaren Grenzbereich. Bei starker Kurvenfahrt im Grenzbereich neigt er zum Untersteuern, kann aber durch Lastwechsel-Übersteuern leicht instabil werden. Der Nachteil ist deutlich: Er weist den höchsten Rollwiderstand und Energieverbrauch im Test auf, was zur geringsten Reichweite des elektrischen Testfahrzeugs führt. Der Geräuschpegel im Innenraum ist gut gedämmt. Dieser Reifen wurde von Sumitomo/Falken nach der vollständigen Übernahme der Marke Dunlop neu entwickelt und wird in der Türkei hergestellt. Im Handel erhältliche Reifen entsprachen in Nachkontrollen den Testmustern.
Der Vredestein Ultrac+ ist ein kürzlich überarbeiteter Reifen, der insgesamt den zweiten Platz belegt, vor allem dank seiner starken Nassperformance. Er bietet den kürzesten Bremsweg aller getesteten Reifen auf nasser Fahrbahn und überzeugt mit gutem Handling und geringer Aquaplaning-Gefahr. Auf trockener Fahrbahn schnitt er bei den Testfahrern jedoch weniger gut ab: Das Kurvenverhalten ist zwar sicher, aber unpräzise, mit trägem Einlenkverhalten. Das Lenkgefühl wird auf trockenem Asphalt als schwammig beschrieben. In Kurven ist ein leises Schlupfgeräusch hörbar. Der Rollwiderstand ist relativ hoch und platziert ihn auf Platz sechs von acht. Zusätzliche Tests mit im Handel erhältlichen Reifen bestätigten die ursprünglichen Ergebnisse.
Der Michelin Primacy 5 bietet ein ausgewogenes und sicheres Fahrverhalten auf nasser und trockener Fahrbahn und verfügt über ausreichend Kurvenreserven für optimale Kontrollierbarkeit im Grenzbereich. Testfahrer lobten den guten Aquaplaning-Schutz. Auf trockener Fahrbahn sind die Bremswege jedoch überdurchschnittlich lang, und der Reifen wirkte bei schnellen Spurwechseln etwas instabil. Der Fahrkomfort ist aufgrund der geringen Eigendämpfung eine Schwäche, da sich das Fahrzeug auf unebenen Strecken straff anfühlt. Beim Rollwiderstand liegt er im Mittelfeld und ist mit 135 Euro der teuerste Reifen im Test. Insgesamt bietet er ein berechenbares und sicheres Fahrverhalten, ohne in einem einzelnen Bereich herausragende Leistungen zu erbringen.
Der Falken e.Ziex wurde speziell für Elektrofahrzeuge entwickelt und zeichnet sich durch geringen Rollwiderstand und Laufruhe aus. Er ist der leiseste Reifen im Test bei niedrigen Geschwindigkeiten im Innenraum und bietet hohen Fahrkomfort. Auf trockener Fahrbahn verhält er sich sicher und neigt zum Untersteuern mit guten Kurvenreserven, die Lenkreaktion ist jedoch etwas träge. Seine größte Schwäche zeigt sich auf nasser Fahrbahn: Die Bremswege sind überdurchschnittlich lang, und der Reifen reagiert in nassen Kurven instabil und empfindlich auf das Gaswegnehmen. Dank seines geringen Rollwiderstands und seiner hohen Effizienz ist er die Top-Empfehlung für E-Auto-Fahrer, die Wert auf Reichweite legen. Er trägt das EU-Label B/A/B, wobei bewusst etwas Rollwiderstand zugunsten einer besseren Nasshaftung im Vergleich zu den effizientesten Reifen in Kauf genommen wurde.
Der Firestone Roadhawk 2 überzeugt auf nasser Fahrbahn mit guten Ergebnissen in Sachen Nasshandling, Aquaplaning-Resistenz und dem besten Wert im Test hinsichtlich Seitenaquaplaning. Auf trockener Straße bietet er gute Kurvenstabilität. Die Lenkreaktion ist etwas verzögert, und die Testfahrer bemängelten geringfügige Komforteinbußen. Sein größter Nachteil ist die Effizienz: Der Rollwiderstand gehört zu den höchsten im Testfeld und liegt gleichauf mit dem Vredestein, was zu hohem Energieverbrauch und geringerer Reichweite führt. Auch die Außengeräusche bei Vorbeifahrt sind die zweithöchsten. Mit einem Preis von 106 Euro ist er nach dem Cooper der günstigste Reifen im Test.
Der Continental EcoContact 6 ist der Effizienzführer: Er weist den mit Abstand niedrigsten Rollwiderstand auf und bietet die größte Reichweite im Testfahrzeug. Der Innenraum ist sehr leise. Auf trockener Fahrbahn überzeugt er mit sicherem Fahrverhalten, stabilem Kurvenverhalten und präziser Lenkung - die Testfahrer vergaben Bestnoten für das Ansprechverhalten der Lenkung. Dieser Fokus auf Effizienz hat jedoch seinen Preis: Die Bremswege auf nasser Fahrbahn sind die längsten im Test, die Nasshaftung am geringsten und die Reaktionszeiten am langsamsten. Der Unterschied ist beträchtlich - der Reifen rutscht beim Bremsen auf nasser Fahrbahn 6,4 Meter weiter als der Dunlop. Das EU-Label spiegelt diesen Kompromiss wider: Der Rollwiderstand wird mit A bewertet, die Nasshaftung jedoch nur mit B. Er ist der einzige Reifen im Testfeld, der nicht mit A für Nasshaftung eingestuft wird. Auch die Bremswege auf trockener Fahrbahn sind relativ lang.
Der Cooper Summer ist ein neues Produkt, das nach der Übernahme von Cooper durch Goodyear auf den Markt kam. Auf nasser Fahrbahn bietet er ein sicheres, präzises und zuverlässiges Fahrverhalten mit sehr gutem Aquaplaning-Schutz und lässt sich von den Testfahrern leicht kontrollieren. Schwächen zeigt sich beim Bremsen auf trockener Fahrbahn: Hier erreichte er mit 37,5 Metern den längsten Bremsweg im Test - ein grenzwertiges Ergebnis. Im Grenzbereich war ein leichtes Schleifen spürbar, und in Kurven ist ein leises Rollgeräusch hörbar. Der Rollwiderstand liegt im Mittelfeld, und mit 100 Euro gehört er zu den günstigeren Optionen. Wie bei Dunlop und Vredestein wurden auch hier im Handel erhältliche Testmuster in Folgetests überprüft, die die ursprünglichen Ergebnisse bestätigten.
Das Giti Synergy H2 trägt das ambitionierte EU-Siegel A/A/A - die Bestnote für Rollwiderstand, Nasshaftung und Geräuscharmut -, doch die Testergebnisse bestätigen diese Behauptung nicht. Die Bremsleistung bei Nässe ist mit 43,8 Metern die schlechteste im Vergleich, und auch die Nasshaftungswerte liegen durchweg im unteren Bereich. Auf trockener Fahrbahn reagiert es träge und unpräzise, ist aber dennoch sicher und gut beherrschbar und bietet einen recht komfortablen Fahrkomfort. Im Rollwiderstandstest belegt es den zweiten Platz hinter Continental, was zwar ordentlich ist, aber nicht die Spitzenleistung darstellt, die das A-Siegel verspricht. Der Artikel kommt zu dem Schluss, dass die Diskrepanz zwischen Siegel und tatsächlicher Leistung eher auf optimistische Selbsteinschätzung als auf mangelhafte Konstruktion zurückzuführen ist. Das in China gefertigte Rad landet im Gesamtranking auf dem letzten Platz.