205/55 R16, ein Ford Focus und die übliche breite Palette von Nass- und Trockentests fassen den Sommerreifentest von Test World 2014 zusammen.
Interessanterweise hat Test World im Jahr 2014 sowohl einen europäischen Winterreifen als auch einen vollwertigen nordischen, spikelosen Extremwinterreifen mit einbezogen, um dem Leser eine Vorstellung davon zu geben, welche Leistung er erwarten kann, wenn er sich entscheidet, ganzjährig Winterreifen zu fahren.
Der europäische Winterreifen (der beste seiner Kategorie, der Continental WinterContact TS850) war zwar bei warmen, nassen und trockenen Bedingungen brauchbar, blieb aber erwartungsgemäß hinter den besten Sommerreifen zurück. Er schnitt bei Nässe nur besser ab als der schlechteste Sommerreifen und bei Trockenheit gar nicht. Der nordische Winterreifen war nochmals schlechter, was beweist, dass extreme Winterreifen gefährlich sind, wenn sie ganzjährig gefahren werden.
Ergebnisse
Der Continental Premium Contact 5 bietet exzellenten Grip und optimales Handling bei schlechten Wetterbedingungen. Er ist ein sehr präziser Reifen mit gutem Lenkverhalten und hoher Stabilität im Grenzbereich. Zudem ist er sehr leise und komfortabel. Der Continental ist nahezu der ideale Reifen für alle Bedingungen; lediglich sein hoher Rollwiderstand trübt das Gesamtbild.
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Gesamt: 93.5
Apollo überraschte positiv und erwies sich im Test als einer der besten Reifen bei Nässe. Diese Reifen bewältigten Ausweichmanöver problemlos und zeigten keinen unerwarteten Haftungsverlust. Ohne erkennbare Schwächen demonstrierte Apollo in allen Bereichen eine solche Konstanz wie nie zuvor.
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Gesamt: 91.2
Der Nokian eignet sich hervorragend für Fahrten auf nasser Fahrbahn und beweist hier seine Stärke durch die gelungene Kombination aus hohem Grip, präzisem Lenkverhalten und, falls erforderlich, berechenbarem Fahrverhalten bei abrupten Fahrmanövern. Auf trockener Fahrbahn ist der Reifen weniger leistungsstark und erfordert längere Bremswege. Geringe Geräuschentwicklung und niedriger Rollwiderstand verleihen dem Nokian ein solides drittes Platzniveau.
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Gesamt: 92.2
Der Pirelli erzielt gute Ergebnisse auf trockener und nasser Fahrbahn und weist eine hohe Aquaplaning-Resistenz auf. Der Reifen reagiert schnell und präzise, sein Verhalten in Notsituationen kann jedoch etwas nervös wirken. Ein Nachteil ist der hohe Rollwiderstand.
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Gesamt: 90.2
Der Michelin bietet in allen Bedingungen ein gutes Handling und verliert auch in engen Kurven nur schwer die Haftung. Die Bremsleistung ist ebenfalls hoch, erreicht aber nicht ganz das Niveau der Spitzenreiter. Einziger Nachteil: ein relativ hoher Rollwiderstand.
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Gesamt: 88
Der Dunlop bietet exzellenten Grip unter allen Bedingungen und, dem Namen entsprechend, ein direktes und präzises Lenkverhalten. Allerdings kann das Fahrverhalten mitunter etwas nervös wirken, und bei scharfen Fahrmanövern neigt das Fahrzeug zum Übersteuern. Der Geräuschpegel ist akzeptabel, und der Rollwiderstand ist sehr gering.
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Gesamt: 88.9
Der Goodyear-Reifen wies den niedrigsten Rollwiderstand aller getesteten Reifen auf. Kraftstoffeffizienz mit hoher Traktion auf nasser Fahrbahn zu kombinieren - eine sehr schwierige Aufgabe, die Goodyear perfekt meisterte. Der Grip auf nasser Fahrbahn war optimal und gut kontrollierbar. Die einzige Schwäche des Goodyear war Aquaplaning, wodurch er in der Gesamtwertung einige Plätze verlor.
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Gesamt: 89.9
Der Hankook ist aquaplaningresistent und bietet exzellenten Grip auf nasser Fahrbahn - wenn auch etwas schwächer als die Testsieger. Im Grenzbereich verhält sich der Reifen nicht so berechenbar, wie wir es uns wünschen würden, und die Hinterräder können ins Rutschen geraten. Dasselbe Phänomen tritt auch auf trockener Fahrbahn auf. Der Geräuschpegel ist niedrig, der Rollwiderstand jedoch zu hoch.
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Gesamt: 85.8
Der Vredestein bietet eine sehr hohe Bremsleistung auf nasser Fahrbahn. Der Seitenhalt ist ebenfalls gut, jedoch etwas schwächer als der Längshalt. Der Reifen ermöglicht gute Rundenzeiten, allerdings lässt der Grip an der Hinterachse im Grenzbereich mitunter nach. Auf trockener Fahrbahn verhält sich der Reifen berechenbar und logisch und ist zudem leise. Insgesamt handelt es sich um einen ausgewogenen Reifen ohne gravierende Schwächen.
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Gesamt: 85.8
Ein ausgewogener Reifen. Die Nasshaftung ist etwas geringer als bei den besten Reifen, aber der Barum bietet in allen Situationen ein gutes Fahrverhalten ohne größere Überraschungen. Auf trockener Fahrbahn reagiert der Reifen etwas zu träge, und obwohl er stabil ist, ist die Haftung nicht optimal. Nachteil: Es ist ein harter Reifen, was sich auf unebenen Oberflächen sofort bemerkbar macht.
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Gesamt: 85.8
Die Landsail-Reifen waren die größte Überraschung dieses Tests. Auf nasser Fahrbahn zeichnen sie sich durch sehr kurze Bremswege und guten Seitenhalt aus. Bei Notmanövern ist der Grip hoch, kann aber insbesondere auf nasser Fahrbahn abrupt nachlassen. Auch in den Tests zu Geräuscharmut und Effizienz schnitten die Reifen gut ab. Insgesamt erwies sich Landsail als der beste chinesische Reifen im Test von Test World.
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Gesamt: 85.6
Der Toyo bietet auf nasser Fahrbahn akzeptable Bremsleistungen, doch das Fahrverhalten bei Nässe ist eindeutig ein großes Problem, was sich in der sehr langsamen Rundenzeit widerspiegelt. Glücklicherweise verhalten sich die Reifen recht berechenbar und ohne unangenehme Überraschungen. Auf trockener Fahrbahn ist die Situation etwas besser als bei Nässe.
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Gesamt: 84.4
Der BFGoodrich verfügt über sehr ausgewogene Eigenschaften, die in diesem Test jedoch leider noch recht schwach ausfallen. Die Reifen neigen auf nasser Fahrbahn zum Durchdrehen und reagieren bei Ausweichmanövern träge. Glücklicherweise ist das Fahrverhalten recht vorhersehbar. Hoher Geräuschpegel und hoher Rollwiderstand.
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Gesamt: 82.2
Der Hercules-Reifen konnte in keinem Test bestehen. Die Nasshaftung ist sehr schwach, und das Fahren mit diesen Reifen ist besonders schwierig. Bei trockener Fahrbahn lässt der Reifen das Heck des Fahrzeugs bei schnellen Fahrmanövern abrupt ausbrechen. Der Hercules ist zudem sehr laut und hart und weist einen hohen Rollwiderstand auf. Der Hercules ist ein in China hergestellter Reifen in seiner schlechtesten Form.
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Gesamt: 69.7
Der Continental TS850 P ist ein europäischer Winterreifen, der zu Vergleichszwecken mit einbezogen wurde. Obwohl er beim Bremsverhalten auf nasser Fahrbahn nicht den letzten Platz belegte (der Hercules war der schlechteste Sommerreifen), benötigte er aus 80 km/h 5,6 Meter mehr Bremsweg als der beste Sommerreifen (Apollo). Auch wenn er nicht der beste Reifen im Test war, zeigt er doch, dass ein hochwertiger Winterreifen aus Mitteleuropa ganzjährig eingesetzt werden kann und dabei immer noch mehr Grip bietet als ein billiger chinesischer Sommerreifen.
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Gesamt: 79.7
Der Michelin X Ice Xi3 ist ein reinrassiger Winterreifen für nordische Länder. Obwohl er in extremen Wintertests hervorragend abschneidet, kann er bei wärmeren Bedingungen nicht mit Sommerreifen mithalten. Sein Bremsweg ist fast 15 Meter länger als der des besten Sommerreifens und 6,7 Meter länger als der des schlechtesten. Dies zeigt, dass Winterreifen für Nordeuropa trotz ihrer Vorteile in puncto Geräuschentwicklung und Komfort nicht ganzjährig eingesetzt werden sollten!
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Gesamt: 65.7
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