| Test-Zusammenfassung | |
| Nassbremsen |
Hankook Ventus Prime 3 K125 Pirelli Cinturato P7 Blue |
| Trockenbremsen |
Pirelli Cinturato P7 Blue Uniroyal RainSport 3 Semperit SpeedLife 2 |
| Rollwiderstand |
Goodyear EfficientGrip Performance Dunlop Sport BluResponse |
| Geräusch |
Continental Premium Contact 5 Nexen N Blue HD Plus Semperit SpeedLife 2 |
| Schneebremsen |
Yokohama BluEarth AE50 |
| Schneehandling |
Yokohama BluEarth AE50 |
| Eisbremsen |
Yokohama BluEarth AE50 |
Die Tests
AutoBild unterzog alle 15 Reifen insgesamt zwölf Tests an einem MK7 VW Golf. Die Prüfungen umfassten Performance auf nassen und trockenen Untergründen, Komfort, Geräuschentwicklung, Verschleiß, Rollwiderstand und der Wert des Reifens, beruhend auf den Kosten pro Set und der maximalen Anzahl an gefahrenen Kilometern.
Nässe
Aus dem Test unter feuchten Wetterbedingungen ging der Zweite im Gesamtranking, der Pirelli P7 Cinturato, als Sieger hervor. Gesamtsieger Hankook schlitterte durch eine nur durchschnittliche Aquaplaning-Leistung knapp am ersten Platz vorbei. Der dritte Platz ging an den in allen Bereichen überzeugenden Continental, der zwar nicht ganz an den Pirelli herankam, ihm aber ebenso wie der Goodyear und die anderen Reifen nur extrem knapp unterlag. Zwei weitere Tochtermarken von Continental schnitten bei Nässe extrem gut ab und lagen beim Gesamtergebnis auf nasser Fahrbahn mit dem Pirelli gleichauf, nämlich Semperit und Uniroyal.
Trockenheit
Da dies die 15 besten Reifen aus einem ersten Test mit 50 Teilnehmern waren, lagen alle Reifen in den Tests unter trockenen Bedingungen extrem eng beieinander – die durchschnittliche Rundengeschwindigkeit variierte lediglich um 2,2 km/h! Wieder einmal war der Pirelli der beste auf der trockenen Strecke, mit Hankook, Dunlop und Continental knapp dahinter. Die Reifen von Semperit und Uniroyal, die sich bei Nässe so stark geschlagen hatten, landeten auf trockener Fahrbahn ganz hinten und zeigten damit, dass eine gute Balance zwischen Nässe und Trockenheit immer noch den Premiumreifen vorbehalten ist.
Treibstoffeffizienz
Das Gesamtergebnis beim Test des Rollwiderstands war extrem knapp. Dunlop, der Gewinner dieses Tests bot nur eine 4% bessere Treibstoffeffizienz als mit dem Nokian der schlechteste Reifen.
Verschleiß
Verschleißtests sind unter Laborbedingungen nur sehr schwer zu bewerkstelligen, daher zog AutoBild die unabhängige Testorganisation DEKRA hinzu, um realitätsnahe Tests durchzuführen. DEKRA fuhr mit jedem Reifen 10.000 km auf der Straße und maß dann per Laser den Abrieb, um die Gesamtstrecke für 1,6mm Abrieb zu extrapolieren.
Überraschenderweise musste sich der gewohnte Verschleiß-König Michelin bei 40.981 km mit dem zweiten Platz begnügen – der Yokohama wurde Überraschungssieger mit einer hochgerechneten Maximaldistanz von 42.660 km. Hankook landete bei 36.884 km und zeigte eine exzellente Balance aus Grip bei Nässe und Verschleiß, wohingegen der Hauptrivale von Hankook bei Nässe und Trockenheit, der Pirelli, nur auf 28.208 km kam.
Der Test zeigte wieder einmal den Kompromiss zwischen Nass-Grip und Verschleiß, den viele Hersteller eingehen müssen, um einen bestimmten Preis anbieten zu können. Semperit und Uniroyal landeten bei diesem Test ganz hinten, mit nur knapp der halben Profillebensdauer des Yokohama. Sie überstehen nur 24.139 bzw. 22.998 Kilometer.
Wert
Mit dem akkuraten Verschleißtest war es AutoBild möglich, den Preis gegenüber der Lebensdauer zu vergleichen und den Reifen somit eine Wert-Punktzahl zuzuweisen. Wenig überraschend gewann hier der Yokohama, mit Hankook, Nexen und Michelin knapp dahinter. Pirelli wurde elfter wegen seines hohen Preises und de nur durchschnittlichen Lebensdauer. Uniroyal landete auch kaum überraschend auf dem letzten Platz.
Das Gesamtergebnis
2016 scheint das Jahr von Hankook zu sein, mit dem neuen Ventus Prime3, der eine Performance im Premiumbereich zu einem leicht niedrigeren Preis bietet als die etablierten Premium-Konkurrenten. Die Balance aus Grip bei Feuchtigkeit und Verschleißeigenschaften ist eine der besten bei den Tests und die einzige wirkliche Schwäche besteht in der etwas durchschnittlichen Aquaplaning-Leistung.
Pirelli muss den Cinturato P7 Blue kürzlich aufgewertet haben, denn er scheint bei den Tests dieses Jahr gut abzuschneiden. Und Continental bleibt stark mit dem etwas gealterten Premium Contact 5 und vervollständigt somit das Top-Trio.