Eine neue Publikation in Deutschland hat mit Reifentests begonnen. Es handelt sich um die deutsche Tageszeitung Netzwelt, die für ihren ersten Sommerreifentest sechs Reifen getestet hat: einen Premiumreifen (den Continental PremiumContact 7), fünf Produkte der Mittelklasse und ein Budgetprodukt.
Leider beschränken sich die bereitgestellten Daten auf Bremsverhalten bei Nässe und Trockenheit. Alle anderen Ergebnisse wurden in ein Punktesystem umgerechnet, das wir hier nicht in unserer Datenbank führen. Daher empfehlen wir Ihnen, den unten stehenden Link zu nutzen, um einen vollständigen Test auf Deutsch einzusehen. Die subjektiven Kommentare zur Gesamtplatzierung der einzelnen Reifen finden Sie weiter unten.
Ling Long mischt die Premiumhersteller erneut auf und landet auf dem zweiten Platz, ist aber deutlich günstiger als Continental. In anderen Tests zeigte sich, dass der niedrige Kaufpreis und die gute Haftung mit einem höheren Verschleiß einhergehen. Daher erfüllt der Reifen als Preis-Leistungs-Verhältnis über die gesamte Lebensdauer nicht immer die Erwartungen, aber er zeigt deutlich, dass die chinesischen Hersteller aufholen.
Trocken
Trockenbremsen
Trockenbremsen
Trockenbremsung in Metern (100 - 0 km/h) (Niedriger ist besser)
Continental PremiumContact 7
35.20 M
Linglong Comfort Master
36.10 M
Firestone Roadhawk 2 ENLITEN
36.90 M
Maxxis Premitra HP6
37.00 M
Uniroyal RainSport 5
37.60 M
Tourador X Wonder TH1
38.70 M
Restgeschwindigkeitsrechner
Dry Braking: Auswirkungen auf die Sicherheit: Bester vs. schlechtester Reifen
Nass
Nassbremsung
Nassbremsen
Nassbremsen in Metern (100 - 0 km/h) (Niedriger ist besser)
Continental PremiumContact 7
47.10 M
Linglong Comfort Master
48.10 M
Uniroyal RainSport 5
48.50 M
Maxxis Premitra HP6
49.90 M
Firestone Roadhawk 2 ENLITEN
51.10 M
Tourador X Wonder TH1
55.80 M
Restgeschwindigkeitsrechner
Wet Braking: Auswirkungen auf die Sicherheit: Bester vs. schlechtester Reifen
Der Continental PremiumContact 7 ist Testsieger und der teuerste Reifen im Vergleich. Er bietet sowohl auf nasser als auch auf trockener Fahrbahn hervorragenden Grip, ein direktes Lenkverhalten und gute Rückmeldung. Die Balance ist neutral, und der Reifen bleibt auch im Grenzbereich berechenbar. Die Bremsleistung ist auf beiden Oberflächen führend. Die Aquaplaning-Resistenz ist durchschnittlich. Der Fahrkomfort ist straff, wobei größere Dehnungsfugen etwas unkomfortabel sein können. Die Innengeräusche sind gering. Der Rollwiderstand liegt im Mittelfeld, was angesichts des hohen Gripniveaus akzeptabel ist.
Der Linglong Comfort Master ist die Überraschung des Tests und der günstigste Reifen im Feld. Die Bremsleistung ist stark und liegt auf beiden Fahrbahnoberflächen hinter dem Continental auf dem zweiten Platz. Auf nasser Fahrbahn überzeugt der Reifen mit guter Balance, direktem Einlenkverhalten und einem neutralen bis untersteuernden Fahrverhalten. Auf trockener Fahrbahn zeigt er Schwächen: Die Lenkreaktion ist träger, erfordert größere Lenkbewegungen, und der Seitenhalt ist auf dem Handlingkurs begrenzt. Der Rollwiderstand ist der höchste im Test und liegt rund 13 % über dem des besten Reifens, was einem Mehrverbrauch von etwa 0,1-0,2 l/100 km entspricht. Fahrkomfort und Geräuschpegel sind gut.
Der Firestone Roadhawk 2 bietet auf trockener Fahrbahn eine gute Balance und ein gleichmäßiges Lenkverhalten und erzielt akzeptable Rundenzeiten, obwohl die Lenkung nicht so direkt ist wie bei den Topmodellen. Die Bremsleistung auf trockener Fahrbahn ist gut. Auf nasser Fahrbahn ist der Seitenhalt in engen Kurven begrenzt, und der Reifen neigt frühzeitig zum Untersteuern. Die Aquaplaning-Resistenz ist hoch. Der Reifen bleibt auf beiden Oberflächen im Grenzbereich sicher und berechenbar. Der Fahrkomfort ist leise und ohne größere Mängel. Überholgeräusche und Rollwiderstand liegen im Mittelfeld.
Der Uniroyal RainSport 5 wird seinem Anspruch als Spezialist für Regenwetter gerecht. Er verfügt über das tiefste Profil (8,7 mm) und erzielt im Test mit deutlichem Abstand die besten Ergebnisse beim Aquaplaning. Die Nasshaftung ist gut und die Bremswege sind kurz. Auf nasser Fahrbahn ist das Fahrverhalten stabil, allerdings neigt der Reifen in engen Kurven frühzeitig zum Untersteuern, und die Lenkreaktionen sind etwas träge. Auf trockener Fahrbahn ist er der schwächste der etablierten Marken - Seitenhalt und Lenkpräzision lassen spürbar zu wünschen übrig, und die Lenkung wirkt indirekt. Er ist der leichteste Reifen im Test, erzeugt das geringste Vorbeifahrgeräusch und hat einen niedrigen Rollwiderstand.
Der Maxxis Premitra HP 6 bietet eine solide, aber unauffällige Gesamtleistung. Auf nasser Fahrbahn neigt er in engen Kurven zum Untersteuern, und die Lenkreaktion auf Richtungswechsel ist leicht verzögert. Die Bremsleistung ist sowohl bei Nässe als auch bei Trockenheit durchschnittlich und bietet Verbesserungspotenzial. Auf dem trockenen Handlingkurs sind Geradeauslaufstabilität und Balance gut, Einlenkverhalten und Lenkpräzision sind jedoch verbesserungsbedürftig. Die Aquaplaning-Resistenz ist unterdurchschnittlich. Der Fahrkomfort ist straff, in Kurven treten jedoch leichte Dröhngeräusche auf. Mit 8,9 kg ist er der schwerste Reifen im Test, weist aber den geringsten Rollwiderstand auf.
Der Tourador X Wonder TH1 ist das günstigste Modell und landet mit deutlichem Abstand zum Rest des Testfelds auf dem letzten Platz. Der Grip ist auf beiden Untergründen schlecht. Der Bremsweg auf nasser Fahrbahn ist fast neun Meter länger als beim Continental, und auch die Bremsleistung auf trockener Fahrbahn ist am schwächsten. Die Lenkung reagiert träge und unpräzise, mit wenig Rückmeldung. Auf nasser Fahrbahn zeigt der Reifen starke Lastwechselreaktionen, und das Fahrverhalten ist unberechenbar. Trotz optisch tiefer Profilrillen ist die Aquaplaning-Resistenz in Kurven gering. Der Fahrkomfort ist unkomfortabel, mit hartem Ansprechverhalten an Kanten und dröhnenden Geräuschen in Kurven. Er ist zwar der leichteste Reifen im Test, doch das geringe Gewicht scheint sich direkt auf Kosten der Sicherheit zu bemerkbar zu machen.