In seinem jüngsten Reifentest hat das Magazin Teknikens Värld acht führende SUV-Reifen auf Herz und Nieren geprüft. Das erfahrene Testteam der schwedischen Zeitschrift nutzte den beliebten Volvo XC60 mit der immer beliebter werdenden Reifengröße 235/55 R19 als Testplattform und unterzog jeden Reifen einer Reihe von Herausforderungen, von Notbremsung und Handling bis hin zu Komfort und Kraftstoffeffizienz.
Ein besonders interessantes Produkt dieses Sommerreifentests war der Michelin CrossClimate 2 VOL – eine Volvo-spezifische Version des Michelin-Ganzjahresreifens, der zuvor als Erstausrüstung für den XC60 angeboten wurde. Die Tester wollten unbedingt beurteilen, wie sich dieser Kompromissreifen im Vergleich zu speziellen Sommerreifen schlagen würde.
Die Ergebnisse waren eindeutig, aber auch eher vorsichtig. Obwohl der CrossClimate 2 VOL speziell in Zusammenarbeit mit Volvo entwickelt wurde, konnte er insbesondere auf nasser Fahrbahn kaum mit der Leistung spezieller Sommerreifen mithalten. Der Reifen zeigte deutlich mehr Untersteuern und ein deutlich trägeres Lenkverhalten, wodurch sich der Volvo in dynamischen Fahrsituationen weniger straßenverbunden und träger anfühlte.
Das Urteil von Teknikens Värld war eindeutig: Ganzjahresreifen bieten zwar Komfort, stellen aber einen Kompromiss dar, der für die schwedischen Verkehrsbedingungen nicht optimal ist. Das Testteam empfahl ausdrücklich, Fahrzeuge in diesem Markt nicht standardisiert mit Ganzjahresreifen auszustatten. Stattdessen schlug es vor, dass Fahrer besser beraten seien, je nach Jahreszeit zwischen speziellen Sommer- und Winterreifen zu wechseln. Die Bewertung verdeutlicht die anhaltende Leistungslücke zwischen speziellen Saisonreifen und Ganzjahresalternativen, selbst wenn letztere speziell auf ein bestimmtes Fahrzeugmodell zugeschnitten sind.
Die vollständigen Daten finden Sie weiter unten. Das Magazin hat nicht viel veröffentlicht, aber Sie können unten auf der Seite direkt zu den Zusammenfassungen der einzelnen Reifen springen.
Trocken
Trockenbremsen
Trockenbremsung in Metern (Niedriger ist besser)
Goodyear Eagle F1 Asymmetric 6
21.75 M
Pirelli Scorpion
21.87 M
Continental PremiumContact 7
21.90 M
Michelin e.Primacy
22.35 M
Nokian Hakka Black 3 SUV
22.55 M
Nexen N Fera Sport SUV
23.00 M
Michelin CrossClimate 2
23.40 M
Goodride Z 107 ZuperEco
24.96 M
Nass
Nassbremsen
Nassbremsen in Metern (80 - 0 km/h) (Niedriger ist besser)
Michelin e.Primacy
24.64 M
Nexen N Fera Sport SUV
24.73 M
Pirelli Scorpion
24.75 M
Nokian Hakka Black 3 SUV
25.21 M
Goodyear Eagle F1 Asymmetric 6
25.41 M
Continental PremiumContact 7
26.18 M
Michelin CrossClimate 2
26.88 M
Goodride Z 107 ZuperEco
26.97 M
Nasshandling
Nasse Handhabungszeit in Sekunden (Niedriger ist besser)
Der Pirelli Scorpion ging als Gesamtsieger des Tests hervor und lieferte klassische Performance, bei der Grip und exzellentes Fahrverhalten klar im Vordergrund standen. Obwohl er etwas lauter war als einige Wettbewerber, konnte dieser Nachteil angesichts des hervorragenden Fahrverhaltens des Reifens leicht vernachlässigt werden. Der Scorpion vermittelte dem Volvo XC60 genau das Fahrgefühl, das er haben sollte – mit präziser, reaktionsschneller Lenkung, die vorhersehbar Kraft aufbaut, hervorragender Richtungsstabilität und exzellenter Balance. Die Tester stellten fest, dass er vom ersten Lenkeinschlag in Kurven an ein perfektes Lenkfeedback lieferte, wodurch sich das Auto jederzeit sicher und sicher anfühlte. Trotz des höheren Rollwiderstands als Gegenleistung für seinen überlegenen Grip lieferte der Pirelli Scorpion in sicherheitskritischen Tests durchweg Spitzenleistungen.
Der Michelin e Primacy überzeugte durch seinen bemerkenswert geringen Rollwiderstand (mit deutlichem Abstand Testsieger) bei gleichzeitig starker Gesamtleistung. Zwar verlor er etwas Grip bei der Aquaplaning-Resistenz, doch diese Schwäche war im normalen Fahrbetrieb kaum spürbar. Der e Primacy bot außergewöhnlichen Komfort, war der leiseste Reifen und bot eine hervorragende Stoßdämpfung, ohne sich schwammig anzufühlen. Seine Fahreigenschaften waren denen des siegreichen Pirelli recht ähnlich, allerdings etwas weniger präzise in Lenkgefühl und Ansprechverhalten. Für Fahrer, die Wert auf Komfort und Kraftstoffeffizienz legen und dennoch Wert auf hohe Sicherheit legen, bietet der Michelin e Primacy einen hervorragenden Kompromiss und landete nur einen Punkt hinter dem Testsieger.
Der Goodyear Eagle F1 Asymmetric 6 zeigte im gesamten Test eine souveräne Leistung und zeigte seine besondere Stärke bei Notmanövern, indem er im Elchtest den ersten Platz belegte. Trotz leichtem Untersteuern bot der Reifen auf nasser Strecke ein vorhersehbares Handling ohne Überraschungen, sodass Fahrer die Reaktionen des Fahrzeugs in verschiedenen Situationen leicht antizipieren konnten. Obwohl er nicht an das präzise, ansprechende Fahrgefühl des Pirelli heranreichte, bot der Goodyear über alle Testparameter hinweg eine ausgewogene Leistung. Die Tester stellten fest, dass die kleinen Unterschiede im Fahrgefühl und der Stabilität im Vergleich zu den Spitzenreitern ihn trotz beeindruckender objektiver Messungen in den meisten Sicherheitskategorien auf den dritten Platz verwiesen.
Der Continental PremiumContact 7 lieferte in den meisten Testkategorien eine konstante, erstklassige Leistung ohne nennenswerte Schwächen. Wie Goodyear glänzte er im Elchtest mit hervorragenden Fahreigenschaften in Notsituationen. Die Tester stellten jedoch fest, dass sich der Reifen im Alltagsverkehr im Vergleich zu den Spitzenreitern etwas träger anfühlte, mit weniger reaktionsschneller Lenkung und einem etwas trägeren Fahrverhalten als erwartet, insbesondere angesichts der typischerweise besseren Leistung von Continental in kleineren Dimensionen. Während Bremsleistung, Nasshandling und Aquaplaning-Resistenz allesamt gut waren, konnte der Continental nicht mit der Präzision und dem ansprechenden Fahrgefühl des Testsiegers mithalten. Dadurch fühlte sich der Volvo XC60 weniger straßenverbunden an als mit dem montierten Pirelli.
Der Nexen N'Fera Sport SUV SU2S war für das Testteam eine echte Überraschung, da er eine deutliche Verbesserung gegenüber früheren Nexen-Produkten zeigte und sich den fünften Platz teilte. Der koreanische Hersteller hat viele frühere Kritikpunkte klar ausgeräumt und lieferte objektiv eine beeindruckende Leistung beim Bremsen und Aquaplaning-Widerstand. Bei den subjektiven Fahreigenschaften hinkte der Reifen jedoch immer noch hinter den Spitzenreitern zurück. Die Tester bemerkten ein schwammiges Fahrgefühl mit schlechter Reaktion und verminderter Stabilität, wodurch sich das Fahrzeug von der Straße abgekoppelt anfühlte. Interessanterweise hat sich die traditionell preisorientierte Marke nun preislich auf dem Niveau der Premium-Konkurrenten positioniert, was die Kosten ihrer Leistungsverbesserungen widerspiegelt, aber ihren früheren Preisvorteil einbüßt.
Der Nokian Hakka Black 3 SUV teilte sich den fünften Platz. Er lieferte eine starke Haftung, hatte jedoch Probleme mit dem Komfort. Der finnische Reifen war von allen Reifen im Test am lautesten und erzeugte auf allen Straßenoberflächen ein tieferes, niederfrequentes Geräusch, das auf gröberem Belag besonders deutlich wurde. Auch seine Stoßdämpfung war schlechter, sodass mehr Straßenunebenheiten auf den ansonsten komfortablen Volvo XC60 übertrugen. Positiv ist, dass sein Handling dem des siegreichen Pirelli recht ähnlich war, allerdings mit weniger Haftung. Die Tester fragten sich, warum der Nokian trotz dieser Kompromisse der teuerste Reifen im Test war. Sie merkten an, dass er zwar in haftungsorientierten Kategorien gut abschnitt, aber nicht an den ausgewogenen Ansatz der Spitzenreiter heranreichen konnte.
Obwohl der Michelin CrossClimate 2 VOL eine Volvo-spezifische Version war, die zuvor als Originalausrüstung für den XC60 angeboten wurde, blieb er in den meisten Testkategorien deutlich hinter speziellen Sommerreifen zurück. Als Ganzjahresreifen, der eine Brücke zwischen Sommer- und Winterleistung schlagen soll, zeigte er Kompromisse, die besonders auf nasser Fahrbahn deutlich wurden, wo sich das Auto durch deutliches Untersteuern und stumpfere Reaktionen träge und weniger spurtreu anfühlte. Die Tester rieten ausdrücklich davon ab, Autos in Schweden standardmäßig mit Ganzjahresreifen auszustatten. Sie waren der Meinung, dass Autofahrer beim Jahreszeitenwechsel mit speziellen Sommerreifen in Kombination mit richtigen Winterreifen besser bedient seien als mit dieser Kompromisslösung, die die Leistung echter Sommerreifen bei Weitem nicht erreichte.
Der Goodride ZuperEco Z-107, der mit Abstand günstigste Reifen im Test, bestätigte das alte Sprichwort: „Man bekommt, wofür man bezahlt.“ Obwohl er in puncto Komfort überraschend gut und auf glattem Untergrund relativ leise war, waren die kritischen Sicherheitsmängel des Reifens nicht zu übersehen. Er war der einzige Reifen, der instabile, unvorhersehbare Rutschtendenzen in Kombination mit starkem Untersteuern zeigte, was das Fahrzeug in Notsituationen schwer kontrollierbar machte. Seine katastrophale Leistung im Elchtest (7 km/h langsamer als der nächstschlechteste Reifen) führte zu einem 10-Punkte-Abzug in der Endwertung. Trotz einiger akzeptabler objektiver Messungen in anderen Kategorien rieten die Tester dringend davon ab, diesen Reifen aufgrund seiner gefährlichen Fahreigenschaften zu verwenden.