| Test-Zusammenfassung | |
| Nassbremsen |
Michelin CrossClimate |
| Trockenbremsen |
Continental WinterContact TS 860 |
| Nasshandling |
Continental WinterContact TS 860 |
| Rollwiderstand |
Continental WinterContact TS 860 |
| Geräusch |
Continental WinterContact TS 860 Nokian WR D4 Vredestein Wintrac xtreme S Dunlop Winter Sport 5 |
| Schneehandling |
Hankook Winter i cept RS2 GT Radial Champiro WinterPro HP |
Die neuen Reifen dominieren
Der Continental WinterContact TS850 blieb in den vier Jahren seit Einführung weitestgehend ungeschlagen. Daher ist es auch keine Überraschung, dass der neue TS860 wieder einmal einen Test dominiert und sowohl bei Schnee, bei Nässe und beim Spritverbrauch siegreich ist, den höchsten Komfort bietet und äußerst gut bei trockenen Bedingungen abschneidet.
Der Neue Nokian WR D4 führt ebenfalls die Erfolgsserie seines Vorgängers WR D3 fort, mit extrem guten Werten im Schnee und bei Trockenheit. Verglichen mit den besten Winterreifen im Test mangelt es dem WR D4 etwas an Leistungsfähigkeit auf nasser Fahrbahn, dennoch ist er einer der besten Winterreifen in diesem Test.
Auf dem dritten Platz des Siegertreppchens landet der Pirelli Cinturato Winter. Er schneidet besonders gut bei den Tests im Schnee und bei Nässe ab, verschenkt jedoch wichtige Punkte aufgrund langer Bremswege bei Trockenheit und aufgrund seines höheren Rollwiderstands im Vergleich mit den beiden Testsiegern.
Wenig überraschend gehen die Plätze vier, fünf und sechs an Goodyear, Michelin und Dunlop. Alle drei Reifen bieten eine starke, ausgewogene Performance. Da die besten sechs Plätze in diesem Jahr so eng beieinander liegen, sind alle diese Reifen eine ausgezeichnete Wahl für den nächsten Winter.
Der Michelin CrossClimate
Die Aufnahme des CrossClimate in einen vollständigen Winterreifen-Test ist extrem interessant, da die Vorbehalte der meisten Leute gegenüber dem CrossClimate sich auf dessen Performance bei Schnee und Eis beziehen.
Kaum überraschend dominiert der Michelin bei den Bremsentests unter trockenen Bedingungen und stoppt das Auto von 100 km/h auf 0 innerhalb von 40,2 Metern, wohingegen der Testsieger Continental dies nur innerhalb von 44,4 Metern schafft. Die Handhabung bei Trockenheit war schon enger, doch auch hier siegt der CrossClimate mit Rundenzeiten (3,3 km) von 107,9 Sekunden, verglichen mit 109,3 Sekunden beim Continental.
Bei Nässe und 100 km/h kam das Auto mit dem Michelin nach 57,6 Metern zum Stehen – hier kann der Continental mit 57,9 Metern beinahe mithalten. Der Continental gewinnt dann auch das Handling auf nasser Teststrecke und schafft die 1,7 km Runde innerhalb von 87,5 Sekunden, verglichen mit den 89 Sekunden des Michelin, welcher damit den vierten Platz in der Gesamtwertung belegt.
Die Schnee-Performance ist der häufigste Kritikpunkt am Michelin CrossClimate. Beim Abbremsen im Schnee von 50 km/h auf 0 kam das Auto mit dem Continental nach 24,2 Metern und mit dem Michelin nach 25,1 Metern zum Stehen – weniger als einen Meter schlechter als der Testsieger und sogar besser als einer der Winterreifen im Test. Das Handling im Schnee absolviert der Continental mit Zeiten in der 1,3 km langen Runde von 74 Sekunden, gegenüber dem Michelin mit 77,1 Sekunden. Obwohl das ein deutlicher Abstand zum Continental bedeutet, war der Michelin CrossClimate dennoch schneller als drei der vollwertigen Winterreifen, darunter der vom Winterreifen-Spezialisten Vredestein.
Falls Sie in einem Klima wie dem Englands leben, wo Schnee eher eine Seltenheit ist, sollte nach diesen Testergebnissen aufgrund seiner Bremsleistung bei Trockenheit und Nässe der Michelin CrossClimate Ihre erste Wahl für den Winter sein.
Die Ergebnisse