Im Test World Ultra-High-Performance-Sommerreifentest werden dreizehn 225/40 R18 Reifenprofile mit einem VW Golf GTI den üblichen Nass-, Trocken- und Umwelttests unterzogen.
Leider ist der Michelin Pilot Sport 4 in diesem Test nicht enthalten, da Test World das ältere Profil des Pilot Sport 3 testet, dafür wurden aber die neuen Reifen von Goodyear und Dunlop mit einbezogen.
Premium vs. Budget
Das interessanteste an diesem Test war die Einbeziehung der Budget-Reifenmarken Jinyu, Delinte und Aptany. Jinyu wird in Großbritannien mittlerweile als „Premium-Budget“-Reifen angeboten. Der Vergleich der Ergebnisse mit den besten Premium-Reifen gibt daher Aufschluss darüber, welche Fortschritte die großen chinesischen Budget-Hersteller erzielen. Die Antwort lautet: „Einige“.
Bei Nässe brachte der Testsieger, der Goodyear Eagle F1 Asymmetric 3, das Auto aus 80 km/h (50 mph) in 24 Metern zum Stehen, während der schlechteste Reifen im Test, der Jinyu, 27,4 Meter benötigte. Auch wenn dies bei einer Notbremsung aus hoher Geschwindigkeit auf nasser Fahrbahn immer noch den Unterschied zwischen einem glimpflichen und einem schweren Unfall ausmachen kann, ist der Unterschied deutlich geringer als noch vor einigen Jahren. Die drei getesteten Budgetreifen schnitten allesamt so gut ab wie der Toyo T1 Sport Plus, ein Reifen der Mittelklasse mit hohem Ansehen.
Bei trockenen Bremsbedingungen lagen die Ergebnisse noch enger beieinander. Der Testsieger Hankook kam aus 97 km/h (60 mph) in 33,5 Metern zum Stehen, Jinyu belegte mit 35,6 Metern den achten Platz und schlug damit Michelin und Toyo. Der Abstand zum Goodyear betrug nur 0,2 Meter.
Sind Billigreifen jetzt eine sichere und praktikable Option? Dieses Jahr fährt man mit Reifen der Mittelklasse sicherlich noch besser, doch der Unterschied verringert sich stetig, und schon bald werden auch chinesische Billigreifenhersteller hervorragende Produkte anbieten. Die Frage ist: Werden chinesische Reifen noch günstiger sein, wenn sie genauso gut sind wie Premiumreifen?
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