| Test-Zusammenfassung | |
| Nassbremsen |
Continental Premium Contact 6 |
| Trockenbremsen |
Goodyear Eagle F1 Asymmetric 3 Hankook Ventus S1 evo2 SUV |
| Trockenhandling |
Hankook Ventus S1 evo2 SUV |
| Rollwiderstand |
Continental Premium Contact 6 Maxxis Premitra HP5 Vredestein Ultrac Satin |
| Geräusch |
Goodyear Eagle F1 Asymmetric 3 Dunlop SP QuattroMaxx Continental Premium Contact 6 |
| Schneehandling |
Michelin Primacy 3 Continental Premium Contact 6 Kumho Crugen HP91 |
Auto Bild unterzog die zehn Reifenprofile den üblichen Tests bei Nässe, Trockenheit, Komfort und Wirtschaftlichkeit und testete die Reifen auch auf Gras, Schotter, Sand und Schlamm, falls Sie mit Ihrem Crossover-SUV leichte Offroad-Touren unternehmen möchten.
Die Top Drei
Obwohl der neue Continental PremiumContact 6 im Test vertreten war, schaffte er es aufgrund schwacher Aquaplaning-Eigenschaften nicht unter die ersten Drei. Den ersten Platz belegte stattdessen Goodyear mit dem Eagle F1 Asymmetric 3. Der neueste Reifen der Asymmetric-Reihe von Goodyear überzeugte mit einer exzellenten, ausgewogenen Performance. Einzige Kritikpunkte waren die etwas schwache Traktion auf Gras und der hohe Anschaffungspreis.
Hankook belegte mit dem Ventus S1 Evo2 SUV K117A den zweiten Platz. Dieser Reifen hat zudem den längsten Namen aller getesteten Reifen. Der Hankook erzielte das beste Ergebnis in den Aquaplaning-Tests, zeigte exzellente Fahreigenschaften auf trockener und nasser Fahrbahn und erhielt lediglich Punktabzüge für durchschnittlichen Komfort und einen hohen Rollwiderstand.
Die Top Drei komplettierte Dunlop, die Schwesterfirma von Goodyear. Wie der Testsieger Goodyear zeigte auch der Dunlop SP QuattroMaxx eine sehr ausgewogene Performance mit guter Traktion im Schlamm. Leider war er, wie der Goodyear, im Test ein teurer Reifen und wies den höchsten Rollwiderstand auf.
Der Rest
Michelin belegte mit dem Primacy 3 den vierten Platz. Wie wir bereits bei anderen Größen des Primacy 3 festgestellt haben, bietet er bei trockenen Bedingungen sehr gute Haftung und ein direktes Lenkverhalten, hat aber bei Aquaplaning-Tests Schwierigkeiten (eine bewusste Designentscheidung von Michelin, siehe Testbericht). Wie der Goodyear und der Dunlop war auch dieser Reifen sehr teuer.
Die größte Überraschung des Tests war wohl der Continental PremiumContact 6, der bei seinem ersten Test nur den fünften Platz belegte. Der Reifen bot zwar sehr guten Grip bei trockener und nasser Fahrbahn, einen geringen Rollwiderstand und schnitt in Schlammtests gut ab, war aber wie der Michelin in Aquaplaning-Tests schwach, hatte den höchsten Preis und war lauter als einige der besten Testreifen.
Maxxis dürfte sehr stolz auf den HP5 sein, der insgesamt den sechsten Platz belegte und Marken wie Bridgestone und Kumho hinter sich ließ. Zwar schnitt der HP5 auf Gras und Schotter nicht optimal ab und bot ein etwas unpräzises Lenkgefühl, doch erzielte er in den Tests bei Nässe und Trockenheit gute Ergebnisse, wies einen exzellenten Rollwiderstand auf und war äußerst preisgünstig.
Der siebtplatzierte Bridgestone Dueler HP Sport hatte die für Bridgestone typischen Probleme mit der Nasshaftung, schnitt aber in den Aquaplaning-Tests gut ab. Der achtplatzierte Kumho Crugen HP91 war bei Nässe und Trockenheit durchschnittlich, aber leise und komfortabel. Der neuntplatzierte Vredestein Ultrac Satin schnitt bei Rollwiderstand und Aquaplaning gut ab, hatte aber schlechten Nass- und Trockengrip und geringe Traktion im Gelände.
Der letzte Platz ging an den Star Performer SUV-1. Dieser Reifen war mit Abstand der günstigste im Test und bot eine gute Traktion auf Schotter, hatte aber, wie für einen Budgetreifen üblich, sowohl bei Nässe als auch bei Trockenheit Schwierigkeiten und ein schlechtes Lenkverhalten.
Um die Debatte um günstige versus Premium-Reifen mit Zahlen zu untermauern: Der Hankook war bei Nässe der beste Reifen und brachte den VW aus 100 km/h (62 mph) nach 46,5 Metern zum Stehen, während der Star Performer weitere 12 Meter (58,5 Meter) benötigte. Bei Trockenheit lagen die Ergebnisse näher beieinander: Der beste Testreifen erreichte einen Bremsweg von 34,8 Metern, der Star Performer lag 3,6 Meter weiter (38,4 Meter). Auch wenn 3,6 Meter nicht viel erscheinen mögen, lagen die sechs besten Reifen bei trockenen Bremsverhältnissen innerhalb eines Meters, und 3,6 Meter können dennoch den Unterschied zwischen einem glimpflichen und einem schweren Unfall ausmachen!
Die vollständigen Ergebnisse
Diskussion