Es kommt nicht oft vor, dass wir über Reifentests aus Übersee berichten. Reifen, Straßen und Fahrbedingungen können sich stark unterscheiden, insbesondere in Nordamerika. Dieser Test der australischen Zeitschrift „Australian Motor“ war jedoch zu interessant, um ihn zu ignorieren.
Die Verwendung von 235/35 R19-Reifen auf einem Mercedes A45 AMG ist nicht ungewöhnlich, die Reifenauswahl hingegen schon! Das Magazin testete insgesamt acht Reifen, darunter erwartbare Modelle wie den Continental Sport Contact 5P und den Goodyear Eagle F1 Asymmetric 2. Daneben kamen aber auch der speziell für die Rennstrecke entwickelte Michelin Pilot Sport Cup 2 anstelle des Pilot Super Sport, der Dunlop Direzza DZ102 anstelle des Sport Maxx RT und ein günstigerer Winrun zum Einsatz. Eine interessante Mischung.
Rennstrecken- vs. Straßenreifen
Leider hat das Magazin keine ausgiebigen Testrunden durchgeführt, um das subjektive Fahrverhalten zu beurteilen. Der Test umfasste lediglich Slalom bei trockener und nasser Fahrbahn, Bremsen bei trockener und nasser Fahrbahn sowie eine Achterfigur. Dennoch hat er uns einen guten Einblick gegeben, wie sich die Rennreifen im Vergleich zu Straßenreifen geschlagen haben.
Wie erwartet, war der Michelin Pilot Sport Cup 2 in fast allen Trockentests der beste Reifen. Im einzigen Test, den er nicht gewann, teilte er sich den ersten Platz mit dem Continental Sport Contact 5P. Interessanter war jedoch der Abstand zum Conti. Während der Michelin im Trockenslalom klar die Nase vorn hatte, lag der Conti beim Bremsen aus 100 km/h (62 mph) mit 34,32 Metern gegenüber 35,79 Metern nur knapp dahinter. Der drittbeste Reifen, der Bridgestone Potenza RE050A, lag mit 37,50 Metern weitere zwei Meter hinter dem Conti.
Bei Nässe unterschieden sich die beiden Erstplatzierten etwas, aber für einen Trackday-Reifen schlug sich der Michelin sehr gut, indem er alle anderen Straßenreifen im Nassen Achter-Test schlug und auch bei Nässebremsungen eine gute Leistung zeigte, um im Mittelfeld zu landen.
Der Haushalt
Der Winrun R330 konnte sich nur im Nasstest vom letzten Platz befreien, wo er den für Trackdays entwickelten (und etwas in die Jahre gekommenen) Dunlop nur knapp schlug. In allen Tests blieb er hinter dem Rest des Testfelds zurück und bewies damit einmal mehr, dass Budgetreifen noch nicht ausgereift sind.
Der Rest
Eine letzte Überraschung des Tests war der Gesamtsieg des Bridgestone gegenüber dem Goodyear. Der RE050A wurde vor einigen Jahren durch den S001 ersetzt, und beide Reifen schnitten in europäischen Tests nicht besonders gut ab. Daher ist es wichtig zu bedenken, dass ein Reifen, der in einem Test, unter bestimmten klimatischen Bedingungen und auf einem bestimmten Fahrzeug gut funktioniert, nicht unbedingt für alle Fahrzeuge geeignet ist. Nutzen Sie wie immer tyrereviews, um alle verfügbaren Testberichte aus Fachzeitschriften und von Nutzern zusammenzutragen!
Die Ergebnisse
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