Ich fahre jeden Winter quer durch Deutschland nach Polen und brauchte daher für meinen BMW Z4 3.0i (Baujahr 2003) Winterreifen. Nach der Montage unternahm ich eine Probefahrt bei unter 8 °C und Nässe. Im Vergleich zu meinen Sommerreifen ContiSport Contact 7, die bei Kälte spürbar an Haftung verlieren, fühlten sie sich so an, wie ich mir Winterreifen vorstelle.
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Als ich den Eurotunnel in Frankreich verließ, regnete es sehr stark, und in Deutschland steigerte sich der Regen zu sintflutartigen Regenfällen. Die Sottozeros fühlten sich an, als würde ich auf warmem Asphalt fahren – das ist keine Übertreibung. Der Regen überforderte zeitweise meine Scheibenwischer komplett, sodass ich abbremsen musste; die Reifen gaben mir keinen Grund dazu. Bei sehr hohen Geschwindigkeiten hatte ich das Gefühl, dass sie das Oberflächenwasser nicht vollständig ableiten konnten, aber bei 145 km/h fühlte ich mich fest mit der Straße verbunden.
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Auf der Rückfahrt fuhren wir über Quedlinberg, wo es schneebedeckt und vereist war und die Straßen nicht gestreut waren. Ich musste deshalb langsamer fahren, da das Auto ins Rutschen geriet und ich zu müde war, um die Fahrt zu genießen. Ich bezweifle, dass unter diesen Bedingungen etwas anderes als Spikereifen geholfen hätte.
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Ich habe diese Strecke jetzt schon zweimal mit den Reifen zurückgelegt, außerdem fahre ich sie täglich, sobald die Temperatur dauerhaft unter 9°C fällt. Insgesamt bin ich damit etwa 4.000 Meilen gefahren, ohne dass bisher ein Verschleiß erkennbar war.
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Ich würde im Winter nie mehr auf solche Reifen verzichten wollen, selbst in Großbritannien, wo sie nicht vorgeschrieben sind. Sie leiten Oberflächenwasser so gut ab wie kein anderer Reifen, den ich je erlebt habe, und vermitteln nicht nur ein sicheres, sondern sogar ein angenehmes Fahrgefühl bei starkem Regen.