Die Ergebnisse unterscheiden sich jedoch. EVO legte mehr Wert auf das subjektive Fahrgefühl der einzelnen Reifen und beschrieb das Fahrgefühl ausführlicher als reine Zahlen. Dadurch erhält man ein umfassendes Verständnis für den Charakter jedes Reifens, was für einen Fahrbegeisterten genauso wichtig ist wie die reinen Daten.
Die Ergebnisse
Dry: Zweitschnellste Rundenzeit mit Winterreifen im Trockenen, aber der Reifen ließ nach 3 Runden nach und fühlte sich subjektiv etwas schwammig an.
Wet: Der schnellste Winterreifen bei Nässe und subjektiv nur dem Michelin unterlegen, dank neutraler Balance und Stabilität im Grenzbereich.
Snow: Das Continental war im Schnee am schnellsten und vermittelte durch seine souveräne Leistungsentfaltung ein hohes Maß an Vertrauen. Es bot gute Leistung unter Last und war im Grenzbereich progressiv.
Gesamt: 372.9
Dry
88.9
Wet
98.5
Snow
99.9
Subjective
85.6
Dry: Viertschnellster Winterreifen bei trockenen Bedingungen, mit gutem Grip an der Vorderachse.
Wet: Der Michelin war auch bei Nässe der viertschnellste und erzielte die beste subjektive Bewertung mit körnigem Grip und ausgezeichneter Stabilität bis ins Grenzgebiet.
Snow: Weniger als eine Sekunde hinter dem Conti bot der Michelin eine ähnliche Rundenzeit, zeigte aber im Grenzbereich etwas mehr Untersteuern.
Gesamt: 370
Dry
87
Wet
95.8
Snow
97.5
Subjective
89.7
Dry: Drittschnellste Trockenrunde, stabil beim Bremsen, konnte aber subjektiv nicht mit dem Goodyear mithalten.
Wet: Der drittschnellste Winterreifen bei Nässe, der sich genauso ausgewogen und souverän anfühlte wie der Conti, nur mit etwas niedrigeren Grenzen.
Snow: Der Dunlop war im Schnee fast so gut wie der Conti und bot ein ähnliches Maß an Geschwindigkeit und Kontrollierbarkeit.
Gesamt: 365.1
Dry
88.1
Wet
95.6
Snow
99.8
Subjective
81.6
Dry: Schnellste Rundenzeit im Trockenen im Winter, dazu noch eine gute subjektive Bewertung. Schnelles, frontgetriebenes Einlenken.
Wet: Obwohl der Goodyear bei Nässe die fünftschnellste Zeit fuhr, schnitt er subjektiv schlecht ab, da er sich schwammig anfühlte und beim Einlenken eine starke Instabilität am Heck aufwies.
Snow: Der Goodyear belegte den geteilten vierten Platz und lieferte eine starke Zeit, wobei es bei starkem Grip der Vorderreifen zu leichten Instabilitäten am Heck kam.
Gesamt: 364.8
Dry
87.5
Wet
97.8
Snow
97.8
Subjective
81.7
Dry: Der Winterreifen war bei trockenen Bedingungen der sechstschnellste; wie der Michelin zeigte er ein gutes Einlenkverhalten an der Vorderachse, konnte aber in puncto Geschwindigkeit nicht ganz mithalten.
Wet: Der Vredestein war bei Nässe der zweitlangsamste Reifen und hatte zudem im schnellen Slalom Stabilitätsprobleme.
Snow: Der Vredestein lag zwei Sekunden hinter dem Conti, benötigte etwas mehr Lenkeinschlag zum Einlenken und hatte beim Herausbeschleunigen aus den Kurven mit Traktionsproblemen zu kämpfen.
Gesamt: 364.8
Dry
87.5
Wet
97.8
Snow
97.8
Subjective
81.7
Dry: Der Nokian war zwar der zweitlangsamste Reifen im Test, lag aber nur 0,4 Sekunden hinter dem schnellsten Winterreifen. Er bot die beste Balance und das beste Fahrgefühl im Trockenen.
Wet: Bei Nässe war die Nokian die sechstschnellste Maschine. In der Kurvenmitte hatte sie bei gleichmäßiger Gaspedalstellung guten Grip, verlor aber bei höherer Belastung an Haftung.
Snow: Ähnlich wie der Vredestein hatte auch der Nokian Schwierigkeiten, aus den Kurven herauszukommen, war aber insgesamt etwas besser ausbalanciert.
Gesamt: 361.6
Dry
88.5
Wet
94.7
Snow
95.3
Subjective
83.1
Dry: Im fünften Gang war er etwas schneller als der Vredestein, aber aufgrund der schlechten Vorderachse ließ sich die Hinterachse nicht einstellen.
Wet: Mit der zweitschnellsten Zeit bei Nässe und subjektiv viertschnellsten Zeit bietet der Pirelli ein stabiles Kurvenverhalten bei hohen Geschwindigkeiten.
Snow: Der Pirelli war der langsamste Reifen im Winter und hatte in den Kurven mit mangelnder Traktion zu kämpfen.
Gesamt: 361.6
Dry
87.5
Wet
94.4
Snow
96.1
Subjective
83.6
Dry: Es überrascht nicht, dass der Sommerreifen bei den subjektiven Tests zum Fahrverhalten auf trockener Fahrbahn am besten abschneidet, mit einem knackigen Einlenkverhalten und einer unübertroffenen Kurvenpräzision.
Wet: Auch hier ist er der schnellste Reifen bei Nässe, aber aufgrund des schnellen Ausbrechens im Grenzbereich ist er subjektiv nur der drittschnellste.
Snow: Der Continental-Sommerreifen war über 50 Sekunden langsamer als der Continental-Winterreifen und fühlte sich schon bei 16 km/h beängstigend an.
Gesamt: 339.5
Dry
93.9
Wet
96.6
Snow
49.7
Subjective
99.3
Dry: Der Linglong war der langsamste Reifen im Test, er war schwammig und im Grenzbereich schwer zu beherrschen.
Wet: Sowohl subjektiv als auch objektiv betrachtet Schlusslicht, war der Linglong über 12 Sekunden pro Runde langsamer als der Conti und bot miserablen Grip, Traktion, Stabilität und Vorhersagbarkeit. Ein Nachteil.
Snow: Im Schneetest belegte der Linglong den geteilten vierten Platz. Er war schnell, aber wenig ausbalanciert, was die Rundenzeit zu einer Herausforderung machte.
Gesamt: 331.9
Dry
93.4
Wet
79.8
Snow
97.2
Subjective
61.5
Diskussion