Für die Wintersaison 2025/2026 hat Autožurnál TV einen Vergleichstest mit sieben Winterreifen der Größe 215/65 R17 durchgeführt. Als Testfahrzeug diente ein Volkswagen Tiguan.
Im Test waren zwei neue Modelle der Saison dabei: der Michelin Alpin 7 und der Barum Polaris 6. Diese wurden gegen den Tomket Snowroad SUV 3, den Lassa Competus Winter 2+ und den Ceat WinterDrive SUV getestet. Mit dabei waren auch der Kormoran SUV Snow und der Riken SUV Snow, zwei Reifen der Michelin-Gruppe mit identischem Profil, die beide in Serbien produziert werden.
Jeder Reifen wurde auf trockener, nasser und schneebedeckter Fahrbahn bewertet. Das Testprotokoll umfasste Messungen zu Bremsen, Handling, Längs- und Queraquaplaning, Schneetraktion, Rollwiderstand und externem Vorbeifahrgeräusch.
Der Michelin Alpin 7 war der klare Testsieger und sicherte sich den ersten Platz in der Gesamtwertung. Dieser Reifen dominierte sowohl auf nasser als auch auf trockener Fahrbahn und belegte in beiden Kategorien den ersten Platz, indem er in jedem einzelnen Nass- und Trockentest – vom Bremsen über das Handling bis hin zur Aquaplaning-Sicherheit – das beste bzw. zweitbeste Ergebnis erzielte. Seine Leistung auf Schnee war zwar nicht so dominant, aber dennoch konkurrenzfähig und brachte ihm in der Kategorie Schnee den vierten Platz ein. Die überlegene Beherrschung von Nässe und Trockenheit festigte seine Position als bester Reifen im Vergleich.
Der Barum Polaris 6 zeigte eine außergewöhnliche Leistung und belegte in der Gesamtwertung den zweiten Platz. Seine größte Stärke zeigte er auf Schnee: Hier gewann er die Brems-, Beschleunigungs- und Traktionstests und belegte im Handling den ersten Platz. Auf trockener Fahrbahn erreichte er den zweiten Platz, vor allem aufgrund des geringsten Rollwiderstands und der leisesten Fahrweise bei beiden getesteten Geschwindigkeiten. Auch bei Nässe war er solide: Er belegte in dieser Kategorie den vierten Platz mit starken Ergebnissen in den Bereichen Handling und Aquaplaning-Resistenz und stellte damit seine hervorragenden Allround-Fähigkeiten für das Fahren im Winter unter Beweis.
Der Ceat WinterDrive SUV war ein sehr ausgewogener und leistungsfähiger Reifen und sicherte sich den verdienten dritten Platz in der Gesamtwertung. Er zeigte eine konstante Leistung auf allen Untergründen und belegte auf Schnee den dritten, auf Nässe den dritten und auf Trockenheit den vierten Platz. Zu seinen wichtigsten Stärken zählten der kürzeste Bremsweg auf trockener Fahrbahn und die Bestzeit im Nassspurtest. Darüber hinaus war er sowohl im Beschleunigungs- als auch im Traktionstest auf Schnee der zweitbeste Reifen und erwies sich damit in allen wichtigen Leistungsbereichen als zuverlässiger und starker Konkurrent.
Der Lassa Competus Winter 2+ erreichte den vierten Gesamtrang und erzielte dabei die beeindruckendsten Ergebnisse bei Nässe. Er war der zweitbeste Reifen in der Kategorie Nässe und erreichte den zweiten Platz beim Längsaquaplaning sowie den dritten Platz beim Nassbremsen und Handling. Seine Leistung auf anderen Oberflächen war gemischt: Auf trockener Fahrbahn hatte er den längsten Bremsweg und war der lauteste Reifen, erreichte aber dennoch die drittschnellste Handlingzeit. Seine Schwächen zeigte der Reifen auf Schnee, wo er den sechsten Platz belegte, nachdem er bei den Beschleunigungs- und Bremstests schlechte Ergebnisse erzielt hatte.
Der Kormoran SUV Snow, der das gleiche Profildesign wie der Riken-Reifen aufweist, schnitt bei Schnee am besten ab und belegte dort den dritten Gesamtrang. Er zeigte seine starken Fähigkeiten auf Schnee mit einem zweiten Platz beim Bremsen und einem geteilten zweiten Platz beim Handling. Seine Leistung auf freien Straßen ließ jedoch zu wünschen übrig; er belegte in der Trockenkategorie den siebten Platz mit der langsamsten Handlingzeit und dem sechstlängsten Bremsweg. Bei Nässe landete er durchweg in der unteren Hälfte der Gruppe, was dazu beitrug, dass er sich in der Gesamtwertung den fünften Platz teilte.
Der Riken SUV Snow beendete den Test auf dem geteilten fünften Gesamtplatz und lieferte ein Leistungsprofil, das nahezu identisch mit dem seines Zwillings, dem Kormoran-Reifen, war. Der Reifen stach in keinem bestimmten Bereich hervor und platzierte sich unter allen Bedingungen im Mittelfeld oder im unteren Bereich der Ergebnisse. Er belegte bei Trockenheit den sechsten und bei Nässe den fünften Platz, wobei er bei Bremsen, Handling und Geräuschentwicklung durchweg hinter den führenden Wettbewerbern zurückblieb. Auch seine Leistung auf Schnee lag im Mittelfeld, was ihn letztendlich als Reifen mit durchschnittlichen Fähigkeiten, aber ohne deutliche Vorteile auszeichnet.
Der Tomket Snowroad SUV 3 schnitt sehr schlecht ab und landete mit der Bewertung „nicht empfehlenswert“ auf dem letzten Platz der Gesamtwertung. Obwohl er auf trockener Fahrbahn einen respektablen dritten Platz erreichte, was vor allem auf seinen zweiten Platz im Handling-Test zurückzuführen war, gab seine Leistung bei widrigen Wetterbedingungen Anlass zu großer Sorge. Sowohl bei Schnee als auch bei Nässe landete der Reifen auf dem letzten Platz und verzeichnete durchweg die längsten Bremswege und langsamsten Handling-Zeiten. Diese kritische Schwäche im Winter und bei Nässe führte zu seiner niedrigen Endplatzierung.