
Ausgehend vom V103 als Maßstab haben die Yokohama-Ingenieure unermüdlich daran gearbeitet, den Nachfolger V105 so zu entwickeln, dass er nicht nur in puncto Grip besser ist, sondern auch ein verbessertes Fahrgefühl und mehr Sportlichkeit bietet. Dafür wurde viel Zeit in die Entwicklung auf dem Nürburgring investiert. Das Ergebnis ist ein deutlich verbesserter Reifen.
Im direkten Vergleich mit dem V103 punktet der V105 in allen Kategorien: fast 15 % bessere Bremsleistung bei Nässe, 11 % höhere Nassstabilität, 4,6 % geringeres Gewicht, 15 % leiser und 4 % bessere Bremsleistung bei Trockenheit (Vergleich mit der Bereifung 265/35 R19). Doch so beeindruckend die Zahlen auch sind, den größten Unterschied für uns machte das subjektive Fahrgefühl aus.Im Vergleich des V105 mit dem V103 in identischen BMW 3er-Modellen zeigte der V105 deutliche Vorteile. Zwar war das Einlenkverhalten nur minimal direkter, die wirklichen Verbesserungen zeigten sich aber bei höheren Geschwindigkeiten. Hier war die Stabilität auf trockener Fahrbahn deutlich höher als beim V103, und er reagierte wesentlich direkter auf Lenkbewegungen. Nicht nur die Stabilität war verbessert, sondern auch die Rückmeldung wesentlich präziser. Dadurch konnte man das Fahrzeug im Grenzbereich ausreizen, während man beim V103 eher raten musste. Auch jenseits des Grenzbereichs hatte der V105 die Nase vorn: Untersteuern ließ sich mit leichtem Gaswegnehmen ausgleichen, während der V103 ein schwammiges Feedback lieferte und deutlich mehr Gaswegnahme benötigte, um die volle Traktion wiederzuerlangen.
Der Yokohama Advan V105 ist zum Marktstart in 36 Größen von 16 bis 20 Zoll erhältlich. Da er im Vergleich zum Vorgängermodell V103 preislich unverändert bleibt, ist er definitiv eine Überlegung wert. Es wird äußerst spannend sein zu sehen, wie er sich in den nächsten Vergleichstests schlägt, denn er stellt eine deutliche Verbesserung gegenüber dem V103 dar.
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