Michelin Pilot Sport 4 - Erster Test

Michelin Pilot Sport 4Auf den Michelin Pilot Sport 4, der offiziell seit Anfang 2016 erhältlich ist, aber der Presse erst später im Laufe des Jahres vorgestellt werden soll, waren wir äußerst gespannt, um Antworten auf die Myriaden von Fragen zu bekommen, die sich jetzt schon in unserem Posteingang aufgestaut haben.

Die Lösung? Unser Langzeit-Testfahrzeug Skoda Octavia vRS, an dem sich zum Glück eine der Start-Größen des Reifens befindet: 225/40 R18. Vier Reifen und 300 Kilometer später können wir nun unsere ersten Eindrücke vom neuen Michelin Pilot Sport 4 weitergeben.

Die Geschichte

Bevor wir uns mit den Fahrdetails beschäftigen lohnt es sich, kurz die Geschichte des Pilot Sport 4 zu rekapitulieren. Der Pilot Sport 3 war nicht der direkte Nachfolger des Pilot Sport 2, der tatsächlich durch den Pilot Super Sport ersetzt wurde. In Wirklichkeit lag der Pilot Sport 3 zwischen dem Pilot Exalto 2 und dem Pilot Super Sport, zielte mehr auf einen Kompaktsportwagen-Markt ab und verschob die Balance etwas in Richtung Nassgriff und Komfort.

Michelin Pilot Sport 4 vs. Formula E

Der Pilot Sport 4 baut auf dem Erfolg des Pilot Super Sport auf und nimmt zusätzlich einige Lektionen auf, die Michelin als alleiniger Reifenlieferant für die Formel-E-Serie lernen durfte, sprich: der neue Pilot Sport 4 folgt wieder mehr dem „Ethos des Pilot Sport". Man darf ihn sich quasi als Bruder des Pilot Super Sport und als Cousin des Pilot Sport 3 vorstellen.

Die erste Fahrt

Der neue Skoda Octavia vRS verfügt über eine drehmomentstarke, turbogeladene Maschine, die 227 PS und 350 Nm Drehmoment auf die Vorderräder bringt. Das stellt zwar eine Herausforderung für die Vorderreifen dar, erlaubt uns aber einen schnellen Eindruck von der Leistungsfähigkeit dieser neuen Reifen zu bekommen.

Michelin Pilot Sport 4 Bereifung

Bereits weniger als ein Kilometer nach Verlassen der Reifenwerkstatt werden die Verbesserungen gegenüber der OE-Bereifung mit dem Continental Sport Contact 2 offensichtlich. Auf den kalten, schmierigen Straßen, auf denen die alten Reifen im zweiten und manchmal sogar im dritten Gang geradewegs durchdrehen würden, hatte der neue Michelin keine Probleme. Dadurch ging zum Beispiel das Verlassen von Ausfahrten oder das Vorankommen im Kreisverkehr viel sicherer, vorhersehbarer und zügiger vonstatten.

Das übermäßig steife vRS-Chassis verdeutlichte außerdem ein zweites großes Plus des Reifens: den Komfort. Die Michelin-Reifen waren deutlich leiser und Straßenunebenheiten waren bei jeder Geschwindigkeit deutlich weniger stark zu spüren. Einige Kompromisse, die man häufiger eingeht, sind ja das Lenkgefühl und die Geschwindigkeit. Und obwohl der Michelin ein wenig langsamer zu lenken war als die alten Reifen und etwas weniger Gefühl bot, wirkte er doch insgesamt sensibler und damit geeigneter für ein vRS-Chassis.

Langfristige Eindrücke

Heute haben wir ein paar mehr Kilometer abgerissen und sind immer noch beeindruckt. Der Grip ist unter allen Bedingungen verbessert, die Balance des Fahrzeugs ist immer noch neutral mit leichter Tendenz zum Untersteuern bei hohen Geschwindigkeiten, und der Verschleiß ist nach 300 Kilometern augenscheinlich nicht existent.

Wir achten in den nächsten Monaten weiter auf Spritverbrauch und Profilabrieb. Wie immer gilt: Hinterlassen Sie gerne Ihre eigene Bewertung, wenn Sie bereits glücklicher Besitzer eines Sets dieses Reifens sind!

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