Der neue Michelin Pilot Road 4 ist da, und er ist gut.
Was ist neu?
Den Michelin Pilot Road 3 zu ersetzen, war von vornherein keine leichte Aufgabe. Michelin war der erste (und ist bis heute einzige) Hersteller, der Lamellen - kleine Einschnitte im Gummi, die bei Nässe die Haftung verbessern - bei Motorradreifen einsetzte. Obwohl der Pilot Road 3 ein exzellenter Allroundreifen war und die Lamellen ihn bei Nässe sogar zum Klassenprimus machten, schien er sich für einen Michelin-Motorradreifen relativ schnell abzunutzen und wies gelegentlich Stabilitätsprobleme auf.
Zum Glück für den Pilot Road 4 hat Michelin an mehreren neuen Technologien gearbeitet, um etwaige Schwächen des Vorgängermodells zu beheben. Der Reifen nutzt weiterhin die 2CT-Technologie (Zweikomponenten-Technologie), die für weichere Schultern als den Mittelbereich sorgt und so den Kurvengrip und den Verschleiß verbessert. XST+, eine optimierte Version der Lamellen des Pilot Road 3, sichert weiterhin die Spitzenposition in Sachen Nasshaftung. Die größte Neuerung des Pilot Road 4 ist die „Michelin 2 AT Technologie“. Sie ist das Ergebnis eines fünfjährigen Entwicklungsprojekts, das die Vorteile von Diagonalreifen (hohe Tragfähigkeit und Stabilität) mit den Vorzügen der Radialbauweise (erhöhter Fahrspaß und Komfort) vereint.

All diese Änderungen machen einen Unterschied. Der neue Pilot Road 4 bietet eine um 20 % längere Lebensdauer als der Pilot Road 3 und behält gleichzeitig den großen Vorsprung bei der Bremsleistung auf nasser Fahrbahn gegenüber seinen direkten Konkurrenten bei. Im Durchschnitt bietet er einen Vorsprung von 17 % auf rutschigen, nassen Straßen (z. B. aufgemalten weißen Linien).
Die Versionen

Neu beim Pilot Road 4 sind die verschiedenen Reifenvarianten. Das Grundprofil ist zwar gleich, aber der Reifen ist in den Ausführungen Standard, GT und Trail erhältlich. Die GT-Version ist Erstausrüstung an der BMW R 1200 RT und verfügt über eine steifere Konstruktion für schwerere Motorräder, während die Trail-Version eine weichere Gummimischung für den Hinterreifen besitzt, um unter extremen Bedingungen besseren Grip zu bieten.
Dadurch wird die neue 2AT-Karkasse optimal genutzt, sodass sie auf allen Motorradtypen eingesetzt werden kann.
Das Reiten

Im Rahmen der Produkteinführung stellte uns Michelin eine Vielzahl von Motorrädern zur Verfügung, von der leichten und wendigen ER6 bis hin zu den großen und schweren BMW-Tourern.
Auf einer 200 km langen Rennradtour mit zahlreichen Fahrradwechseln funktionierte der Reifen einwandfrei. Aufwärmen war nie ein Problem, feuchte Straßenabschnitte schienen die Haftung nicht zu beeinträchtigen, und die Stabilität war selbst bei großen und schweren Fahrrädern beeindruckend.
Im Rahmen der Markteinführung wurden auch Tests auf nasser und trockener Fahrbahn durchgeführt. Auf nasser, griffiger Lackierung zeigte der Michelin Pilot Road 4 auf identischen Motorrädern deutliche Vorteile hinsichtlich Bremsweg und Bremsstabilität gegenüber einem Metzeler-Reifen. Der Michelin kam aus 60 km/h durchschnittlich 10 Meter kürzer zum Stehen.
Bei Fahrten auf trockener Fahrbahn wurden die Pilot Road 4 bis an ihre Grenzen gebracht, und der Anblick einer über 100 PS starken und 270 kg schweren BMW R 1200 RT, die auf der Rennstrecke beinahe mit den Seitenkoffern aufsetzte, war Beweis genug, dass der Reifen ausreichend Grip für jede sportliche Touring-Fahrt auf der Straße bot.
Abschluss
Der Pilot Road 4 hat neue Maßstäbe gesetzt und Michelins Vorsprung im Segment der Sporttourer weiter ausgebaut. Zwar ist der Reifen vermutlich nicht optimal für ein Hypersportmotorrad wie die S1000RR geeignet, doch die große Bandbreite an Motorrädern, auf denen er funktioniert, unterstreicht die hervorragende Balance, die Michelin mit diesem Reifen gefunden hat. Absolut empfehlenswert. Und das Profil sieht echt cool aus.
Jetzt in 19 Größen erhältlich. Weitere Informationen finden Sie in der Pressemitteilung hier.
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