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Premium-Reifen vs. Budget-Reifen - Leistung im realen Fahrbetrieb

Jonathan Benson
Written by Jonathan Benson
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Billigreifen sind ein kontroverses Thema. Großbritannien gilt in Europa als „Müllhalde“ für Billigreifen, und wir haben einen höheren Anteil an Billigreifen an unseren Autos als irgendwo sonst auf dem Kontinent.

Ein Reifen ein Reifen...

Die meisten Autofahrer, die sich für Billigreifen entscheiden, tun dies aus Kostengründen. Warum 300 £ für vier Premiumreifen ausgeben, wenn man für 150 £ einen Satz Billigreifen bekommt? Für Laien mag ein Reifen einfach nur ein schwarzes, rundes Ding sein, das das Auto auf der Straße hält. Doch da Premiumhersteller jährlich Hunderte Millionen Pfund in die Reifenforschung und -entwicklung investieren, unterscheiden sich Billig- und Premiumreifen in ihren Eigenschaften erheblich.

Was bedeutet das in der realen Welt?


Um das Problem zu verdeutlichen, lud uns Continental kürzlich zu MIRA ein, um zwei identische Ford Focus mit Reifen gleicher Größe, Profiltiefe und gleichem Reifendruck zu testen. Der einzige Unterschied? Ein Fahrzeug war mit dem mehrfach ausgezeichneten Continental Premium Contact 2 ausgestattet, das andere mit einem Budgetreifen namens „ Triangle CNNT GLS “.

Der Nasshandling-Bereich umfasste einen kurvenreichen Streckenabschnitt, der das Reifenverhalten bei schnellen Richtungswechseln und Notbremsungen sowie die Fahrzeugbalance demonstrierte. Ein zweiter Test, bei dem ein Kreisverkehr mit konstantem Radius simuliert wurde, der einen großen britischen Kreisverkehr bei typisch britischem Wetter (Regen!) nachbildete, ermöglichte die Messung der Kurvengeschwindigkeiten und des Fahrverhaltens bei maximaler Haftung.

Der erste Test umfasste den Continental Premium Contact 2 auf dem Handlingkurs. Wie bei nasser Fahrbahn zu erwarten, war die Traktion nicht so hoch wie im Trockenen, dennoch vermittelte das Auto ein griffiges Fahrgefühl und reagierte gut auf Lenk- und Gaspedalbewegungen. Beim Ausfahren aus der Kurve erreichte das Auto eine maximale Querbeschleunigung von 0,82 g und in den Kurven ähnliche 0,77 g.

Als Nächstes folgte der Kreis mit konstantem Radius. Die Contis erreichten hier eine durchschnittliche Höchstgeschwindigkeit von 56 km/h (35 mph) im Grenzbereich der Haftung und boten dabei viel Feedback beim Erreichen und Überschreiten dieses Bereichs. Sobald die Haftungsgrenze überschritten war, machten die Reifen dies durch deutliches Feedback und Untersteuern deutlich spürbar. Untersteuern mag zwar ein etwas träges Fahrverhalten sein, bietet aber gleichzeitig ein hohes Maß an Sicherheit. Die durchschnittliche G-Belastung auf dem Kreis mit geringer Haftung betrug 0,32 g.
„Der Unterschied war sofort spürbar. Das Auto hatte deutlich weniger Grip, die Lenkung war extrem unpräzise und man bekam kaum Rückmeldung darüber, ob der Reifen Grip hatte oder rutschte.“
Der Budget-Reifen


Als Nächstes stand der Test des Budget-Reifens auf dem Nasshandling-Kurs auf dem Programm. Der Unterschied war sofort deutlich. Das Auto hatte deutlich weniger Grip, die Lenkung war extrem unpräzise, und man bekam kaum Rückmeldung darüber, ob der Reifen griff oder rutschte. Das Untersteuern, das beim Premium-Reifen kaum auffiel, war hier ein viel größeres Problem. Der Grip schwand schnell, und es dauerte lange, die Kontrolle wiederzuerlangen, sobald der Reifen zu rutschen begann. Der ständige Kreisverkehr erwies sich als noch besorgniserregender, da das Auto scheinbar mit sehr wenig Lenkgefühl oder -eingriff zwischen Unter- und Übersteuern wechselte. Die maximalen G-Kräfte? Nur 0,61 g beim Bremsen und lediglich 0,55 g in Querrichtung - rund 30 % weniger als beim Premium-Reifen.

Wir erhalten viele Fragen, ob sich das Sparen mit Billigreifen lohnt, und wir können nun mit Sicherheit sagen: Nein. Es liegt nicht nur am mangelnden Grip, sondern auch am Fahrverhalten im Grenzbereich und der Kontrolle, die man jenseits dieser Grenze behält. Ein ausgereifter Premiumreifen wurde in allen Situationen getestet, während ein Billigreifen ein unbeschriebenes Blatt ist.

Weiterführende Literatur:

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