Seit Anfang 2014 überarbeitet Firestone, die zu Bridgestone gehörende Zweitmarke, ihr gesamtes Produktsortiment. Der neueste Reifen, der auf den Markt kam, ist der Firestone RoadHawk .

Der neue RoadHawk ist für den täglichen Fahrbetrieb auf allen Fahrzeugtypen konzipiert und wird in 76 Größen von 15 bis 19 Zoll angeboten. Hauptziel bei der Entwicklung des Reifens war nicht nur erstklassige Performance bei trockener und nasser Fahrbahn im Neuzustand, sondern auch im abgefahrenen Zustand. So wird dem Kunden über die gesamte Nutzungsdauer des Reifens eine deutlich höhere Gesamtleistung garantiert.
Wenn neu
Der Firestone RoadHawk überzeugt mit beeindruckenden Leistungsdaten. Getestet von der unabhängigen Prüforganisation TÜV SÜD mit der Reifengröße 205/55 R16 gegen die Klassenbesten Uniroyal RainSport 3, Fulda EcoControl HP, Kleber Dynaxer HP3 und Nexen N Blue Plus, bietet der neue RoadHawk auf trockener Fahrbahn eine bis zu 3 Meter bessere Bremsleistung als die Testkandidaten und auf nasser Fahrbahn eine um 7 % bessere Bremsleistung als der Durchschnitt der vier Konkurrenten. Daraus resultiert die Bestnote A für Nassbremsung und C für Rollwiderstand. Beeindruckend.

Wenn getragen
Noch beeindruckender ist, dass sich der Leistungsvorteil mit zunehmendem Reifenverschleiß sogar noch steigert. Um dies zu beweisen, lud Firestone das Team von Tyre Reviews nach Barcelona ein, um den RoadHawk gegen seinen beliebtesten Hauptkonkurrenten, den Uniroyal Rainsport 3, zu testen.
Der Bremstest auf trockener Fahrbahn war der einzige, bei dem beide Reifensätze neu waren, doch die TÜV-Ergebnisse wurden bestätigt. Der RoadHawk kam aus 100 km/h im Durchschnitt zwei Meter kürzer zum Stehen als der Rainsport 3 - ein enormer Vorteil in einer so hart umkämpften Kategorie wie dem Bremsen auf trockener Fahrbahn.
In den nächsten beiden Tests wurden die Firestone- und Uniroyal-Reifen nach 20.000 km Laufleistung geprüft. Verschleißtests sind äußerst schwierig durchzuführen, da maschinelles Abschleifen oder Drehen den realen Reifenzustand nicht adäquat abbildet. Daher ließ Firestone alle Reifen im realen Konvoi-Fahrbetrieb abfahren, um sicherzustellen, dass alle verwendeten Reifen exakt denselben Bedingungen ausgesetzt waren. Das Ergebnis: Nach 20.000 km wies der Firestone-Reifen eine Restprofiltiefe von ca. 3 mm und der Uniroyal-Reifen von ca. 2 mm auf.

Der erste Nasstest fand auf einer flachen Kreisbahn mit geringer Wassertiefe statt. Dabei zeigte sich nicht nur der höhere Grip des RoadHawk, sondern auch das verbesserte Lenkgefühl und die präzisere Rückmeldung des Reifens. Man konnte höhere Geschwindigkeiten erreichen, und dank des besseren Feedbacks des Firestone spürte man frühzeitig, wann die Vorderachse zu untersteuern begann. Dies ist besonders beeindruckend, da der Uniroyal RainSport 3 für seine hervorragenden Nasseigenschaften bekannt ist.
Der letzte Nasstest war ein Kurven-Aquaplaning-Test, bei dem das Durchfahren einer Pfütze mit 90 km/h demonstriert wurde. Da Aquaplaning maßgeblich von der Profiltiefe abhängt, war es keine Überraschung, dass der RoadHawk erneut die Nase vorn hatte gegenüber dem RainSport 3. Dies unterstreicht, welch großen Vorteil ein Reifen mit geringerem Verschleiß bei Nässe bietet.
Abschluss
Der neue Firestone RoadHawk, der preislich in etwa dem Uniroyal RainSport 3 liegt, könnte sich als der beste neue Mittelklasse-Tourenreifen erweisen. Wir freuen uns darauf, ihn in Kürze in Tests zu sehen und unsere eigenen Testergebnisse bestätigen zu lassen.
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