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Dunlop SportMaxx RT2 vs Dunlop SportMaxx Race

Jonathan Benson
Written by Jonathan Benson
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Contents
  1. Einführung
  2. Dunlop SportMaxx RT2 vs Dunlop SportMaxx Race
  3. Die unterschiedlichen Darbietungen
  4. Die Times

Kann man durch einen einfachen Reifenwechsel schneller sein als ein dreimaliger britischer Tourenwagenmeister auf seiner Heimstrecke in seinem eigenen Auto? Eine gewagte Behauptung, insbesondere wenn man bedenkt, dass es sich hier nicht um einen Vergleich zwischen Budget- und Premiumreifen bei Nässe handelt, sondern um einen der besten Ultra-High-Performance-Straßenreifen auf dem Markt gegen sein etwas stärker auf die Rennstrecke ausgelegtes Pendant.

Dunlop SportMaxx RT2 vs Dunlop SportMaxx Race

Wenn es um den Einsatz eines Ultra-High-Performance-Reifens auf der Rennstrecke geht, ist der Dunlop SportMaxx RT2 eine ausgezeichnete Wahl. Entwickelt für sportliches Handling und mit der Dunlop-Renn-DNA im Gepäck, überzeugt der SportMaxx RT2 als dynamischer Reifen. Er vereint ein gutes Lenkgefühl mit exzellentem Grip bei trockener und nasser Fahrbahn sowie hohem Komfort und geringer Geräuschentwicklung. Auch vier Jahre nach seiner Markteinführung erzielt der RT2 in Tests wie dem diesjährigen Auto Bild Sommerreifentest weiterhin hervorragende Ergebnisse.

Dunlop SportMaxx RT2 vs. Rennreifen

Im Vergleich dazu muss der rennstreckenorientierte Dunlop SportMaxx Race weniger Kompromisse eingehen, um sein oberstes Ziel zu erreichen: optimale Rundenzeiten auf trockener Fahrbahn. Wie der RT2 ist er bereits seit einigen Jahren auf dem Markt, erzielt aber nach wie vor hervorragende Testergebnisse und belegte im diesjährigen Trackday-Reifentest den zweiten Platz in der Gesamtwertung. Dies ist auf das exzellente Lenkgefühl und die hervorragende Rückmeldung in Kombination mit beeindruckenden Aquaplaning-Ergebnissen zurückzuführen.

Die unterschiedlichen Darbietungen

Bei einem direkten Vergleich der beiden Reifen auf der Rennstrecke von Knockhill mit einem Civic Type R aus dem Jahr 2016 waren die Unterschiede zwischen den beiden Reifen deutlich erkennbar.

Die ersten Fahrten mit den Dunlop SportMaxx RT2 fühlten sich hervorragend an. Das Auto lenkte agil ein, die Lenkung reagierte nahezu verzögerungsfrei, selbst als der Reifen Schlupfwinkel aufbaute. Die Lenkung war zwar leichtgängig, bot aber dennoch ein gutes Feedback über die Haftungsgrenze und vermittelte ein klares Gefühl dafür, wann man diese überschritt.

Der Wechsel auf den Dunlop SportMaxx Race verdeutlichte sofort die unterschiedlichen Designziele des Trackday-Reifens. Jede Fahrzeugeingabe erfolgte direkter. Lenkmoment und Geschwindigkeit bauten sich schneller auf, die Fahrzeugfront folgte ohne Zögern der Lenkung, und die Bremsen waren bissiger. Das Fahrgefühl war intensiver, was deutlich mehr Vertrauen in die Kurvenlage gab, da man wusste, dass der zusätzliche Grip die Kontrolle über die Strecke sicherte und das Fahrzeug Fehler schneller abfangen würde.

Neben dem besseren Fahrgefühl und Grip bot der Race auf der Rennstrecke noch einen weiteren großen Vorteil: Konstanz. Während der RT2 nach wenigen schnellen Runden den linken Vorderreifen überhitzte, konnte man mit dem Race weiter Vollgas geben und an seinem Fahrstil feilen, anstatt sich Gedanken über die Reifenkühlung machen zu müssen. Im normalen Straßenverkehr spielt das zwar keine Rolle, auf der Rennstrecke ist es aber ein enormer Pluspunkt.

Die Times

Ein so talentierter Fahrer wie Gordon Shedden war auf seiner Heimstrecke natürlich schwer zu schlagen. In seiner einzigen schnellen Runde umrundete Gordon die Strecke in 1:00,820 Sekunden auf dem straßenorientierten Dunlop SportMaxx RT2, verglichen mit meiner Bestzeit von 1:01,980 auf demselben Reifen. Das bedeutete, dass ich meine Zeit um über eine Sekunde verbessern musste, um mit seiner Zeit mithalten zu können - auf einer schwierigen Strecke, die ich kaum kannte, und in einem Auto, das ich kaum gefahren bin.

Zum Glück ermöglichte das zusätzliche Selbstvertrauen des Rennens genau das, und nach ein paar Versuchen erzielte ich eine Zeit von 01.00.603.

Meine eigene Verbesserung zwischen dem RT2 und dem Race betrug 1,4 Sekunden, und da Gordon mit dem Race eine Zeit von 00:59:000 erzielte, was einer Verbesserung von 1,6 Sekunden entspricht, unterstreicht dies den zusätzlichen Grip und das Vertrauen, das man mit dem auf die Rennstrecke ausgerichteten Reifen gewinnt.

Könnte man den Dunlop SportMaxx Race das ganze Jahr über fahren? Wohl kaum. Der Verlust an Nasshaftung und Komfort ist zu groß, um mit einem so leistungsorientierten Reifen mitten im kalten, nassen britischen Winter zufrieden zu sein. Für ein Auto, das die meiste Zeit auf der Rennstrecke verbringt oder an einem warmen Sommertag gefahren wird, ist die verbesserte Verbindung zum Fahrzeug und zum Fahrgefühl das Upgrade aber allemal wert.

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