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Falken FK452 Longterm Test

Jonathan Benson
Written by Jonathan Benson
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Falken FK452 Langzeittest

Die Bridgestone RE040-Reifen an unserem 350z hatten uns gute Dienste geleistet, aber nach 15.000 Meilen hatten die Hinterreifen ihre besten Zeiten hinter sich. Da der Winter naht, entschieden wir uns, einen preisgünstigen Performance-Reifen zu testen, der allgemein als einer der besten in seinem Segment für Nasshaftung gilt - den Falken FK452.

Nachdem wir nun 1500 Meilen seit dem Einbau zurückgelegt haben, möchten wir Ihnen einige unserer ersten Rückmeldungen und Gedanken mitteilen.

Nachdem wir die Reifenwerkstatt (vielen Dank an RTEC in St. Albans für den hervorragenden Service!) verlassen hatten, bemerkten wir sofort den verbesserten Fahrkomfort und die deutlich geringeren Geräusche im Vergleich zu den gerade abmontierten RE040. Als Reifenliebhaber taten wir, was wohl jeder in unserer Situation getan hätte: Wir schalteten die Traktionskontrolle aus, legten den zweiten Gang ein und brachten die 300 PS direkt auf die neuen Hinterreifen. Beim Ausbrechen des Hecks wurde uns schnell bewusst, wie wenig Grip neue Reifen aufgrund des Trennmittels bieten. Die nächsten 16 Kilometer fuhren wir extrem vorsichtig, um die Reifen richtig einzufahren, ohne in einer Hecke zu landen.

Nach 800 Kilometern hatten sich die Profilblöcke gut eingefahren, und wir konnten erste Anzeichen einer repräsentativen Reifenleistung feststellen. Im normalen Fahrbetrieb bietet der Reifen tatsächlich eine angenehm leise Fahrt und absorbiert Unebenheiten und Spurrillen, wo der RE040 durchgeschüttelt worden wäre. Ein etwas überraschender Aspekt war das verstärkte Spurrillenverhalten auf unserer Teststrecke über Land. Vielleicht verschwindet dieses Problem mit zunehmendem Profilabrieb?

Unter sportlichen Bedingungen wird der erhöhte Komfort des FK452 zunehmend zum Nachteil. Bei forcierter Fahrweise fühlt es sich an, als würde das Auto in schnellen Kurven auf die Seitenwand kippen, was ein beunruhigendes, zweifaches Einlenkverhalten vermittelt: Zuerst nimmt das Auto einen für den Reifen optimalen Winkel ein, dann rutscht es. Der Grip auf trockener Fahrbahn ist exzellent und progressiv, ebenso die Nasshaftung. Allerdings empfinden wir den Reifen jenseits des Grenzbereichs bei Nässe als deutlich weniger kontrollierbar.

Nach 1500 Meilen können wir die Vorzüge des FK452 durchaus nachvollziehen. Zwar bietet er nicht das direkteste Feedback, aber er ist ein leiser, komfortabler und griffiger Reifen, der deutlich günstiger ist als vergleichbare Premium-Reifen. Der Verschleiß ist momentan noch der einzige Unsicherheitsfaktor, aber laut Bewertungen auf dieser Seite sollte er fast so lange halten wie der Bridgestone RE040, den er ersetzt.

Update 2 - Der Druck wächst…

Nachdem wir die vorherigen Bridgestone RE040 fast ein Jahr lang gefahren hatten, hatten wir eine Reifendruckkombination gefunden, mit der wir zufrieden waren. Aufgrund der steifen Seitenwände des Reifens entschieden wir uns für 32 psi vorne und 34 psi hinten, die wir natürlich auch für die Falken FK452 beibehielten.

Eines Abends unterhielt ich mich mit einem Freund über das schwammige Fahrverhalten der neuen Falken-Reifen, die an Doppelstege erinnerten. Er meinte beiläufig, wir sollten vielleicht den Reifendruck erhöhen. Das war zwar naheliegend, aber da wir mit den vorherigen Reifen so zufrieden waren, hatten wir den Reifendruck gar nicht als mögliche Ursache in Betracht gezogen. Offenbar können auch wir Fehler machen!

Am nächsten Morgen erhöhten wir den Reifendruck um 2 psi vorne und hinten und können erfreulicherweise berichten, dass sich das Auto beim Einlenken deutlich besser anfühlt, ohne dass die Haftung auf trockener Fahrbahn darunter leidet. Es ist zwar noch nicht ganz so direkt wie mit dem RE040, aber deutlich besser als vorher.

Im Zuge unseres Updates möchten wir die progressiven Eigenschaften dieser Reifen hervorheben. Bei trockenen Bedingungen sind sie exzellent; wenn Driften Ihre Leidenschaft ist, werden Sie mit dem FK452 bestens zurechtkommen! Bei Nässe sieht die Sache anders aus. Der Nassgrip ist zwar beeindruckend, aber wir sind schon ein paar Mal beinahe in die Irre geführt worden, da der Reifen so plötzlich die Haftung verliert. Nicht ideal für ein leistungsstarkes Hecktriebler-Fahrzeug!

Bericht zum Lebensende

Seit der Montage der FK452 auf unserem 350Z sind sieben Monate und 7000 Meilen vergangen. Auf der Hinterachse (Antriebsachse) sind noch gut 4 mm Profiltiefe vorhanden, was bedeutet, dass die Reifen etwa zur Hälfte abgefahren sind - erstaunlich angesichts der Belastung. Obwohl sie nie auf der Rennstrecke eingesetzt wurden, waren sie fast täglich durchdrehenden Rädern und Drifts in Kreisverkehren ausgesetzt. Der Grip hat in den letzten 1000 Meilen nachgelassen, was auch andere Fahrer bei etwa halber Reifenlebensdauer beobachtet haben. Die progressiven Fahreigenschaften bei trockener Fahrbahn sind jedoch weiterhin vorhanden. Das Fahrverhalten bei Nässe überzeugt uns nach wie vor nicht; der Grip ist zwar vorhanden, aber im Grenzbereich schwer kontrollierbar.

Der Falken FK452 ist ein hervorragender Reifen für seinen Preis und in dieser Preisklasse schwer zu übertreffen. Er bietet guten Grip auf trockener Fahrbahn, verdrängt problemlos stehendes Wasser und ist überraschend verschleißfest. Lediglich der Toyo T1-R scheint eine ernstzunehmende Konkurrenz zu sein, da wir ihn aber noch nicht getestet haben, können wir keinen direkten Vergleich anstellen. Wenn Sie Wert auf hervorragende Leistung zu einem günstigen Preis legen, empfehlen wir Ihnen diesen Reifen wärmstens. Spielt der Preis jedoch keine Rolle, bleibt der FK452 leistungsmäßig hinter einem Premium-Ultra-High-Performance-Reifen zurück.

Bei Fragen können Sie diese gerne unten in den Kommentaren stellen. Wir fahren selbst noch einen Satz FK452-Reifen auf unserem Mazda 6, der hauptsächlich auf Autobahnen unterwegs ist. Wir werden die Profiltiefe beobachten und den Artikel aktualisieren, sobald sich ein deutlicher Verschleiß abzeichnet. Wenn Sie schon mal hier sind, schreiben Sie doch auch Ihre eigene Reifenbewertung !

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