Continental legt großen Wert auf Sicherheit, und ihre Reifen erzielen in Reifentests häufig Bestnoten für Nasshaftung. Das bedeutet, dass sie zwar nicht immer die dynamischsten Reifen auf dem Markt sind, aber dank ihrer hervorragenden Bremsleistung bei Nässe und Trockenheit stets sicher.
Vor diesem Hintergrund war Continentals Ansatz im Trackday-Markt von vornherein nicht einfach. Trackday-Reifen sind auf maximale Lenkpräzision ausgelegt, was oft zu einem nervösen Fahrverhalten führt, und sie zielen auf die bestmögliche Rundenzeit im Trockenen ab, wodurch wichtige Sicherheitskriterien wie Bremsverhalten bei Nässe und Aquaplaning-Resistenz häufig vernachlässigt werden.

Die Antwort? Der Continental Force Contact - ein Hochleistungsreifen. Diese Reifenkategorie positioniert sich über Ultra-High-Performance- und Maximalleistungsreifen, die üblicherweise auf schnellen Straßenfahrzeugen montiert werden, aber unterhalb der Rennstreckenreifen, da sie einen etwas ausgewogeneren Ansatz für extreme Performance verfolgt. Stellen Sie sich einen Hochleistungsreifen als einen Reifen vor, mit dem Sie auf der Rennstrecke voll durchstarten können, ohne sich Sorgen um Regen auf dem Heimweg machen zu müssen. Vielleicht der perfekte Kompromiss.
Der Reifen
Wie gelingt diesem Reifen seine einzigartige Performance? Entwickelt in Zusammenarbeit mit weltweit führenden Tunern wie AC Schnitzer und Techart, verfügt er über ein Makroblock-Profil. Dieses sorgt in Kombination mit den breiten umlaufenden Rillen in der Laufflächenmitte für ein exzellentes Lenkverhalten und optimale Wasserableitung, wodurch Aquaplaning deutlich reduziert wird. Dank dieser Eigenschaften und der Black Chilli-Mischung bietet der Reifen zudem hervorragende Traktion, Bremsleistung und Grip bei Nässe und Trockenheit.
Der Antrieb
Unsere erste Erfahrung mit dem Continental Force Contact machten wir auf einem Jaguar F-Type mit 255/35 R20-Vorder- und 295/30 R20-Hinterreifen auf den sonnigen Straßen von Málaga. Zu sagen, der Reifen habe seine Versprechen gehalten, wäre eine Untertreibung. Der Jaguar F-Type ist mit jedem Reifen ein äußerst leistungsfähiges Fahrzeug, aber mit dem Force Contact entfaltete er sein volles Potenzial. Der Vorderreifen bot eine immense Lenkpräzision und vermittelte beim Einlenken in die Kurve exakt, was vor sich ging, während der Hinterreifen beim Herausbeschleunigen aus der Kurve im Grenzbereich mit viel Feedback agierte. Der Grip der Reifen war insgesamt höher als bei einem normalen Straßenreifen, und die Lenkung reagierte angenehm direkt, sobald man die Haftungsgrenze erreichte.

Leider konnten wir den Reifen nicht bei Nässe testen, aber wenn man sich die Daten anderer Vergleichstests ansieht, bietet der Force Contact im direkten Vergleich mit seinen Konkurrenten eine starke Leistung.
Ist der Force Contact ein Reifen, den Sie an Ihrem Alltagsfahrzeug verwenden würden? Wahrscheinlich nicht. Aber es ist ein Reifen, den Sie bedenkenlos an einem zweiten schnellen Straßen-/Rennwagen einsetzen können, ohne beim ersten Regenschauer in Panik zu geraten.
Falls Sie das Glück haben, in naher Zukunft einen F-Type zu bestellen, sollten Sie diese Reifen unbedingt in Betracht ziehen, die als Werks-Upgrade-Option erhältlich sind!
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