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General Grabber AT3 und X3 - Getestet

Jonathan Benson
Written by Jonathan Benson
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Wenn Sie zu den vielen SUV-/4x4-Besitzern in Großbritannien gehören, fahren Sie wahrscheinlich mit einem normalen Sommerreifen, der auf Oberflächen wie einfachem nassem Gras oder losem Schmutz nur sehr geringe Leistung bietet.

Da normale Sommerreifen für Geländewagen fast ausschließlich für den Straßenverkehr konzipiert sind, was passiert, wenn man seinen Geländewagen auf unbefestigten Wegen benötigt? Wenn man mit seinem 100.000 Pfund teuren Range Rover beim Schützenverein vorfährt und im Grasparkplatz stecken bleibt, sorgt das im Pub für Spott und Gelächter. Oder wenn man auf einem matschigen Feldweg in der Nähe eines Angelsees stecken bleibt, ist der ganze Freizeittag dahin, weil man versucht, das Fahrzeug wieder fahrbereit zu machen.

Mobil bleiben

Die Antwort lautet: Geländereifen, die sowohl für den Einsatz auf der Straße als auch im Gelände geeignet sind. In der Vergangenheit waren Geländereifen eher unkomfortabel und wiesen daher einige Nachteile auf, darunter eine geringere Nasshaftung und ein deutlich höherer Geräuschpegel als bei herkömmlichen Sommerreifen für SUVs.

General, eine US-amerikanische Reifenmarke, die von Continental hergestellt wird, glaubt, mit dem neuen General Grabber AT3 die Antwort auf das Problem der On-Road- und Off-Road-Eigenschaften gefunden zu haben.

Der General Grabber AT3 ist ein All-Terrain-Reifen, der für den Einsatz zu 50 % auf der Straße und im Gelände konzipiert ist und nur wenige der üblicherweise mit Offroad-Reifen verbundenen Nachteile aufweist. Der AT3 erfüllt die neueste EU-Geräuschnorm „2 bar“ und ist damit 60 % leiser als sein Vorgänger. Zudem erhält er die Bestnote „C“ für Bremsleistung bei Nässe. Der neue General Grabber AT3 trägt außerdem das europäische Schneeflockensymbol (drei Berggipfel und eine Schneeflocke) und ist somit in Teilen Europas zugelassen, in denen Winterreifen zu bestimmten Jahreszeiten vorgeschrieben sind.

Lust auf mehr Offroad-Abenteuer? Auch dafür hat General mit dem aggressiven General Grabber X3 die passende Lösung. Dieser Reifen ist für den Einsatz im Gelände mit einer 20/80-Aufstandsfläche konzipiert. Der Grabber X3 ersetzt den Grabber MT, der nur in vier Größen erhältlich war und recht empfindlich auf Reifendruck und Fahrweise reagierte. Der neue Grabber X3 ist in 19 Größen verfügbar und verbessert die Offroad-Performance des MT in allen wichtigen Bereichen, während er gleichzeitig die Onroad-Eigenschaften des Vorgängers beibehält.

Das Fahren

Um die Leistungsfähigkeit der neuen Reifen hervorzuheben, lud General Tyre Reviews zu einer Offroad-Veranstaltung im Westen Großbritanniens ein.

Wir begannen den Tag mit einer kurzen Fahrt im neuen Discovery 5, ausgestattet mit General Grabber AT3-Reifen. Bei geschlossenen Fenstern und normaler Geschwindigkeit merkt man kaum, dass Geländereifen montiert sind - so komfortabel ist das Fahrwerk. Öffnet man die Fenster und lehnt den Kopf hinaus, hört man das vertraute Brummen des aggressiven Reifenprofils, das Luft seitlich aus den Reifen drückt. Im Gegensatz zu Reifen der Vorgängergeneration ist dies jedoch nicht störend und nur wahrnehmbar, wenn man gezielt darauf achtet.

Im Gelände erwiesen sich die AT3-Reifen als schlichtweg bemerkenswert. Angesichts des Gewichts von über zwei Tonnen in einem Diesel-Range Rover Sport ohne Geländeuntersetzung oder sperrbares Mitteldifferenzial hätte man dem Reifen durchaus Probleme mit dem tiefen, zähen Schlamm oder den steilen, nassen Felsaufstiegen zugetraut. Doch der AT3 meisterte diese Herausforderungen souverän und ließ uns nie im Stich. Ein weiterer Vorteil eines 50/50-Reifens war die hohe Schnitt- und Abriebfestigkeit. Dank dieser Technologie ist der AT3 unempfindlich gegenüber Beschädigungen und kann Stöße absorbieren, die straßenorientierte Reifen stark beeinträchtigen würden - und das bei normalem Reifendruck.

Als Nächstes stand ein Discovery 4 mit Untersetzungsgetriebe und dem extremen General Grabber X3-Reifen auf dem Programm. Obwohl dieser für die anspruchsvolle Offroad-Strecke nach den hervorragenden Leistungen des AT3 eigentlich nicht nötig gewesen wäre, war es dennoch eine spannende Herausforderung, herauszufinden, wie tief wir durchs Wasser fahren und wie steil die Steigung mit einem echten Offroad-Reifen bewältigen konnten. Wie erwartet, gruben sich das grobe Profil und die Seitenstollen tief in jeden Untergrund, egal auf welchem Teil des Reifens wir unterwegs waren. Die Steinschlagschutzleisten und die selbstreinigenden Blöcke sorgten dafür, dass das Reifenprofil bereits nach einer Umdrehung wieder sauber und bereit für den nächsten Einsatz war.

Die Offroad-Tour war ein voller Erfolg. Keines der neun Fahrzeuge, die auf der anspruchsvollen, sumpfigen Strecke im Einsatz waren, blieb stecken und musste geborgen werden. Das beweist die Vielseitigkeit des General Grabber AT3 und X3. Wer ernsthaftes Offroad-Fahren plant und den bestmöglichen Reifen sucht, sollte sich den Grabber X3 unbedingt ansehen. Wer hingegen seinem Geländewagen Offroad-Eigenschaften verleihen möchte, ohne Kompromisse bei Nasshaftung oder Komfort auf der Straße einzugehen, findet im General Grabber AT3 einen wirklich beeindruckenden Reifen.

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