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Testcharts / Tyre Reviews

2023 Reifenbewertungen Leistungsreifentest

Vergleichen Sie die einzelnen Disziplinen in der getesteten Größe: Messwert, Platzierung und Abstand zum besten Reifen. Das Testurteil erklärt die Stärken und Schwächen hinter der Gesamtplatzierung.

Getestete Größe
225/40 R18
Getestete Reifen
6
Disziplinen
17

Messwerte lesen, nicht nur Platzierungen

Bei Bremswegen und Rundenzeiten ist weniger besser, bei subjektiven Noten und Aquaplaninggeschwindigkeit mehr. Die Balken beginnen bei null. Beachten Sie neben dem Rang auch den tatsächlichen Abstand.

Platzierungen und Abstände beziehen sich immer auf das gesamte Testfeld der jeweiligen Gruppe. Die Auswahl verändert weder Rangfolge noch Bestwert.

Trocken

4

Trockenbremsen

Trockenbremsung in Metern (100 - 5 km/h)

Niedriger ist besser ↓
Trockenbremsen
Platz / ReifenErgebnisAbstand zum BestwertRestgeschwindigkeit
33 m Beste 0 km/h
33.21 m +0,21 m 10 km/h
33.4 m +0,40 m 14 km/h
33.41 m +0,41 m 14 km/h
33.65 m +0,65 m 18 km/h
34.68 m +1,68 m 29 km/h

Es gibt einen 5,1% Unterschied zwischen dem besten und dem schlechtesten Darsteller in dieser Kategorie (1,68 m ≈ 0,4 Autolängen). Aus 130 km/h wäre der Yokohama Advan Sport V107 noch mit 29 km/h unterwegs, wenn der Goodyear Eagle F1 Asymmetric 6 bereits steht.

Die Restgeschwindigkeit wird aus den gemessenen Bremswegen berechnet, bei angenommener konstanter Verzögerung; sie ist keine eigene Messung.

Trockenhandling

Zeit auf trockener Strecke in Sekunden

Niedriger ist besser ↓
Trockenhandling
Platz / ReifenErgebnisAbstand zum Bestwert
73.58 s Beste
73.71 s +0,13 s
73.92 s +0,34 s
74.12 s +0,54 s
74.44 s +0,86 s
74.98 s +1,40 s

Im Trockenhandling-Test lagen die Ergebnisse aller Reifen weniger als 3 % auseinander.

Subj. Trockenhandling

Subjektive Bewertung des Trockenhandlings

Höher ist besser ↑
Subj. Trockenhandling
Platz / ReifenErgebnisAbstand zum Bestwert
100 Points Beste
100 Points Beste
95 Points -5,00 Points
92 Points -8,00 Points
92 Points -8,00 Points
92 Points -8,00 Points

Es gibt einen 8% Unterschied zwischen dem besten und dem schlechtesten Darsteller in dieser Kategorie (8 Points).

Subj. Fahrspaß

Subjektiver Spaßwert

Höher ist besser ↑
Subj. Fahrspaß
Platz / ReifenErgebnisAbstand zum Bestwert
10 Points Beste
9.5 Points -0,50 Points
8.5 Points -1,50 Points
8 Points -2,00 Points
8 Points -2,00 Points
7 Points -3,00 Points

Es gibt einen 30% Unterschied zwischen dem besten und dem schlechtesten Darsteller in dieser Kategorie (3 Points).

Nass

7

Nassbremsen

Nassbremsen in Metern (80 - 0 km/h)

Niedriger ist besser ↓
Nassbremsen
Platz / ReifenErgebnisAbstand zum BestwertRestgeschwindigkeit
27.1 m Beste 0 km/h
28.3 m +1,20 m 27 km/h
28.6 m +1,50 m 30 km/h
28.9 m +1,80 m 32 km/h
29.1 m +2,00 m 34 km/h
29.7 m +2,60 m 38 km/h

Es gibt einen 9,6% Unterschied zwischen dem besten und dem schlechtesten Darsteller in dieser Kategorie (2,6 m ≈ 0,6 Autolängen). Aus 130 km/h wäre der Yokohama Advan Sport V107 noch mit 38 km/h unterwegs, wenn der Continental PremiumContact 7 bereits steht.

Die Restgeschwindigkeit wird aus den gemessenen Bremswegen berechnet, bei angenommener konstanter Verzögerung; sie ist keine eigene Messung.

Nassbremsen - Kühl

Nassbremsen bei kühler Temperatur in Metern (80 - 0 km/h)

Niedriger ist besser ↓
Nassbremsen - Kühl
Platz / ReifenErgebnisAbstand zum BestwertRestgeschwindigkeit
27.9 m Beste 0 km/h
29.5 m +1,60 m 30 km/h
30.7 m +2,80 m 39 km/h
31.4 m +3,50 m 43 km/h
31.5 m +3,60 m 44 km/h
32.3 m +4,40 m 48 km/h

Es gibt einen 15,8% Unterschied zwischen dem besten und dem schlechtesten Darsteller in dieser Kategorie (4,4 m ≈ 1 Autolängen). Aus 130 km/h wäre der Yokohama Advan Sport V107 noch mit 48 km/h unterwegs, wenn der Continental PremiumContact 7 bereits steht.

Die Restgeschwindigkeit wird aus den gemessenen Bremswegen berechnet, bei angenommener konstanter Verzögerung; sie ist keine eigene Messung.

Nassbremsen - Abgefahren

Nassbremsen bei geringer Profiltiefe (80 - 0 km/h)

Niedriger ist besser ↓
Nassbremsen - Abgefahren
Platz / ReifenErgebnisAbstand zum BestwertRestgeschwindigkeit
40.5 m Beste 0 km/h
40.5 m Beste 0 km/h
41.7 m +1,20 m 22 km/h
42.2 m +1,70 m 26 km/h
43.4 m +2,90 m 34 km/h
44.9 m +4,40 m 41 km/h

Es gibt einen 10,9% Unterschied zwischen dem besten und dem schlechtesten Darsteller in dieser Kategorie (4,4 m ≈ 1 Autolängen). Aus 130 km/h wäre der Yokohama Advan Sport V107 noch mit 41 km/h unterwegs, wenn der Bridgestone Potenza Sport bereits steht.

Die Restgeschwindigkeit wird aus den gemessenen Bremswegen berechnet, bei angenommener konstanter Verzögerung; sie ist keine eigene Messung.

Nasshandling

Zeit auf nasser Strecke in Sekunden

Niedriger ist besser ↓
Nasshandling
Platz / ReifenErgebnisAbstand zum Bestwert
91.2 s Beste
91.97 s +0,77 s
92.06 s +0,86 s
93.25 s +2,05 s
94.6 s +3,40 s
94.67 s +3,47 s

Es gibt einen 3,8% Unterschied zwischen dem besten und dem schlechtesten Darsteller in dieser Kategorie (3,47 s).

Subj. Nasshandling

Subjektive Bewertung des Nasshandlings

Höher ist besser ↑
Subj. Nasshandling
Platz / ReifenErgebnisAbstand zum Bestwert
100 Points Beste
98 Points -2,00 Points
98 Points -2,00 Points
95 Points -5,00 Points
95 Points -5,00 Points
90 Points -10,00 Points

Es gibt einen 10% Unterschied zwischen dem besten und dem schlechtesten Darsteller in dieser Kategorie (10 Points).

Aquaplaning geradeaus

Schwebegeschwindigkeit in km/h

Höher ist besser ↑
Aquaplaning geradeaus
Platz / ReifenErgebnisAbstand zum Bestwert
80.9 km/h Beste
80.5 km/h -0,40 km/h
79 km/h -1,90 km/h
78.3 km/h -2,60 km/h
76.8 km/h -4,10 km/h
76.8 km/h -4,10 km/h

Es gibt einen 5,1% Unterschied zwischen dem besten und dem schlechtesten Darsteller in dieser Kategorie (4,1 Km/H).

Kurven Aquaplaning

Verbleibende Querbeschleunigung

Höher ist besser ↑
Kurven Aquaplaning
Platz / ReifenErgebnisAbstand zum Bestwert
6.31 m/sec2 Beste
6.31 m/sec2 Beste
6.25 m/sec2 -0,06 m/sec2
6.22 m/sec2 -0,09 m/sec2
5.7 m/sec2 -0,61 m/sec2
5.21 m/sec2 -1,10 m/sec2

Es gibt einen 17,4% Unterschied zwischen dem besten und dem schlechtesten Darsteller in dieser Kategorie (1,1 m/sec2).

Komfort

2

Subj. Komfort

Subjektiver Komfortwert

Höher ist besser ↑
Subj. Komfort
Platz / ReifenErgebnisAbstand zum Bestwert
100 Points Beste
100 Points Beste
98 Points -2,00 Points
98 Points -2,00 Points
95 Points -5,00 Points
90 Points -10,00 Points

Es gibt einen 10% Unterschied zwischen dem besten und dem schlechtesten Darsteller in dieser Kategorie (10 Points).

Geräusch

Innengeräusch in dB

Niedriger ist besser ↓
Geräusch
Platz / ReifenErgebnisAbstand zum Bestwert
71.9 dB Beste
72 dB +0,10 dB
72.2 dB +0,30 dB
72.4 dB +0,50 dB
72.8 dB +0,90 dB
72.9 dB +1,00 dB

Im Geräusch-Test lagen die Ergebnisse aller Reifen weniger als 3 % auseinander.

Wert

4

Verschleiß

Voraussichtliche Lebensdauer des Profils in km

Höher ist besser ↑
Verschleiß
Platz / ReifenErgebnisAbstand zum Bestwert
30.595 KM Beste
26.053 KM -4.542 KM
25.802 KM -4.793 KM
23.231 KM -7.364 KM
20.728 KM -9.867 KM
20.459 KM -10.136 KM

Es gibt einen 33,1% Unterschied zwischen dem besten und dem schlechtesten Darsteller in dieser Kategorie (10.136 KM).

Wert

Euro/1000km nach Aufwand/Verschleiß

Niedriger ist besser ↓
Wert
Platz / ReifenErgebnisAbstand zum BestwertKosten pro 1.000 km
3.16 Price/1000 Beste £15,76
3.3 Price/1000 +0,14 Price/1000 £15,53
3.5 Price/1000 +0,34 Price/1000 £16,53
3.52 Price/1000 +0,36 Price/1000 £16,95
4.17 Price/1000 +1,01 Price/1000 £24,54
4.53 Price/1000 +1,37 Price/1000 £26,30

Es gibt einen 43,4% Unterschied zwischen dem besten und dem schlechtesten Darsteller in dieser Kategorie (1,37 Price/1000). Über 40.000 km ist der insgesamt günstigste Reifen (Continental PremiumContact 7) £431 billiger als der teuerste (Bridgestone Potenza Sport).

So wird gerechnet

Annahmen: typischer Pkw mit 8 l/100km (Rollwiderstand verursacht 20% des Verbrauchs), Kraftstoffpreis £1,45 pro Liter, Montage £60 pro Satz. Die Kaufpreise stammen aus dem Test von 2023; Finanzierungskosten sind nicht berücksichtigt.

Rollwiderstand

Rollwiderstand in kg t

Niedriger ist besser ↓
Rollwiderstand
Platz / ReifenErgebnisAbstand zum BestwertMehrverbrauch / Jahr
8.4 kg/t Beste €0
8.6 kg/t +0,20 kg/t €12
8.6 kg/t +0,20 kg/t €12
8.6 kg/t +0,20 kg/t €12
10.2 kg/t +1,80 kg/t €107
10.3 kg/t +1,90 kg/t €113

Es gibt einen 22,6% Unterschied zwischen dem besten und dem schlechtesten Darsteller in dieser Kategorie (1,9 kg / t). Bei 19.000 km im Jahr und €1,65/L verbraucht der Bridgestone Potenza Sport rund 69 L (€113) mehr Kraftstoff als der Continental PremiumContact 7.

Annahmen anpassen

Berechnete Schätzwerte, keine zusätzlichen Messungen. Mit den Bedienelementen lassen sich die Annahmen untersuchen. Diese Rechner verwenden unabhängig von Ihrer Reifenauswahl das gesamte Testfeld.

19.000 km
£1.45/L
Die Schätzwerte basieren auf typischen Fahrbedingungen. Der Rollwiderstand trägt zu etwa 20 % des Kraftstoffverbrauchs von Verbrennern und 25 % des Energieverbrauchs von Elektrofahrzeugen bei. Die tatsächlichen Einsparungen variieren je nach Fahrstil, Fahrzeuggewicht, Straßenverhältnissen und Reifenalter. Nur zu Vergleichszwecken. Die Einsparungen über die gesamte Lebensdauer basieren auf einer Laufleistung von 40.000 km.

Abrieb

Gewicht der verlorenen Reifenabriebpartikel (mg/km/t)

Niedriger ist besser ↓
Abrieb
Platz / ReifenErgebnisAbstand zum Bestwert
65.7 mg/km/t Beste
72.3 mg/km/t +6,60 mg/km/t
72.4 mg/km/t +6,70 mg/km/t
75.9 mg/km/t +10,20 mg/km/t
92 mg/km/t +26,30 mg/km/t
97 mg/km/t +31,30 mg/km/t

Es gibt einen 47,6% Unterschied zwischen dem besten und dem schlechtesten Darsteller in dieser Kategorie (31,3 mg/km/t).

Testaufbau & Methodik

Testumgebung, erfasste Bedingungen und Beitrag der Ergebnisse zur Wertung.

Vollständige Testmethodik anzeigen

Erfasste Testbedingungen

Trockenbremsen
100 → 5 km/h
Nassbremsen
80 → 0 km/h
Nassbremsen - Kühl
80 → 0 km/h
Nassbremsen - Abgefahren
80 → 0 km/h

Gewichtung der Punktzahl

Gewichte beschreiben die Bewertungsprioritäten, nicht den tatsächlichen Einfluss auf die Platzierungen. Auch die Größe der Leistungsunterschiede zählt. Kategoriegewichte tragen zur Gesamtwertung bei. Innerhalb jeder Kategorie teilen die Disziplingewichte deren Anteil auf. Die veröffentlichten Platzierungen sollten zusammen mit dem redaktionellen Urteil gelesen werden.

PrüfenInnerhalb der KategorieAnteil an der Gesamtwertung
Trocken · 30%
Trockenbremsen50%15%
Trockenhandling30%9%
Subj. Trockenhandling20%6%
Nass · 40%
Nassbremsen15%6%
Nassbremsen - Kühl15%6%
Nassbremsen - Abgefahren15%6%
Nasshandling35%14%
Subj. Nasshandling10%4%
Aquaplaning geradeaus5%2%
Kurven Aquaplaning5%2%
Komfort · 5%
Subj. Komfort50%2,5%
Geräusch50%2,5%
Wert · 25%
Verschleiß30%7,5%
Wert30%7,5%
Rollwiderstand30%7,5%
Abrieb10%2,5%

Unsere Standardmethoden

Oben stehen die für diesen Test erfassten Bedingungen. Unten erläutern wir unsere Standardverfahren; Messfenster und Anzahl der Durchläufe können je nach Test variieren.

Trockenbremsen

Für die Trockenbremsung fahre ich das Testfahrzeug mit einer Anfahrgeschwindigkeit von 110 km/h und bremse es auf sauberem, trockenem Asphalt mit aktiviertem ABS bis zum Stillstand ab. Typischerweise nutze ich einen Geschwindigkeitsbereich von 100–5 km/h. Mein Standardprogramm umfasst, wenn möglich, fünf Messungen pro Reifensatz. Die Sequenz kann jedoch auf bis zu fünfzehn Messungen erweitert werden, wenn die Bedingungen und die Reifenkategorie dies rechtfertigen. Ich analysiere alle Messungen und eliminiere statistische Ausreißer vor der Mittelwertbildung. Referenzreifen werden während der gesamten Testreihe wiederholt eingesetzt, um veränderliche Bedingungen zu berücksichtigen.

Trockenhandling

Für Handlingtests auf trockener Fahrbahn fahre ich, wenn möglich, mit deaktiviertem ESC im Grenzbereich der Haftung auf einem separaten Handlingkurs. So kann ich die natürliche Balance, das Ansprechverhalten und das Grenzverhalten der Reifen beurteilen, ohne dass elektronische Eingriffe das Ergebnis verfälschen. Je nach Strecke, Reifentyp und Streckenbedingungen absolviere ich in der Regel zwei bis fünf gezeitete Runden pro Reifensatz. Runden, die durch eindeutige Fahrfehler oder offensichtliche Umwelteinflüsse beeinträchtigt sind, schließe ich aus. Kontrollläufe werden während der Session regelmäßig durchgeführt, und ich verwende oft mehrere Sätze Kontrollreifen, damit der Verschleiß der Referenzreifen keine aussagekräftige Variable darstellt. Bei stärker auf die Rennstrecke ausgerichteten Produkten führe ich außerdem Dauertests durch. Dabei fahre ich eine festgelegte Anzahl von Runden im Renntempo, um das Reifenverschleißmuster und die Hitzebeständigkeit über längere Strecken zu ermitteln.

Subj. Trockenhandling

Zusätzlich führe ich eine strukturierte subjektive Fahrverhaltensbeurteilung im Grenzbereich der Haftung auf einer speziell dafür vorgesehenen trockenen Handlingstrecke durch. Ich bewerte Lenkpräzision, Lenkansprechverhalten, Einlenkverhalten, Kurvenbalance, Traktion am Kurvenausgang, Ausbrechverhalten und das allgemeine Vertrauen anhand einer standardisierten Skala von 1 bis 10, die ich in allen meinen Tests einheitlich verwende. Die abschließende Beurteilung kombiniert die numerische Bewertung mit einem schriftlichen technischen Kommentar. Vor der Bewertung jedes einzelnen Reifens absolviere ich Einführungsrunden mit dem Kontrollreifen.

Subj. Fahrspaß

Manche Reifen liefern zwar gute Messwerte, vermitteln aber dennoch kein Fahrgefühl. Deshalb bewerte ich auch den Fahrspaß bei sportlicher Fahrweise. Diese Bewertung berücksichtigt Lenkgefühl, Rückmeldung, Balance, Vorhersagbarkeit im Grenzbereich, Fahrervertrauen und das allgemeine Gefühl der Verbindung zwischen Fahrzeug und Straße. Sie soll Eigenschaften erfassen, die für ambitionierte Fahrer wichtig sind, aber nicht immer vollständig durch einzelne objektive Messgrößen beschrieben werden können. Bewertung auf einer Skala von 1 bis 10.

Nassbremsen

Bei Nässebremsungen fahre ich das Testfahrzeug mit einer Anfahrgeschwindigkeit von 88 km/h und bremse es mit aktiviertem ABS auf einer Asphaltfläche mit kontrolliertem Wasserfilm bis zum Stillstand ab. Typischerweise nutze ich einen Geschwindigkeitsbereich von 80–5 km/h, um die Reifenperformance von Schwankungen beim anfänglichen Bremsvorgang zu isolieren. Mein Standardprogramm umfasst, wenn möglich, acht Läufe pro Reifensatz. Die Sequenz kann jedoch auf bis zu fünfzehn Läufe erweitert werden, wenn die Bedingungen und die Reifenkategorie dies rechtfertigen. Ich analysiere alle Läufe und verwerfe statistische Ausreißer vor der Mittelwertbildung. Um wechselnde Bedingungen zu berücksichtigen, verwende ich während der gesamten Testreihe wiederholt Referenzreifen – bei Nässetests typischerweise alle drei Testreihen.

Nassbremsen - Kühl

Dieser Test folgt dem gleichen Verfahren wie der Standard-Nässebremstest – Einfahrgeschwindigkeit 88 km/h, Vollbremsung mit ABS, VBOX-Messung im Geschwindigkeitsbereich von 80–5 km/h – wird jedoch bei kühleren Umgebungstemperaturen, typischerweise unter 7 °C, durchgeführt. Die niedrigere Temperatur ermöglicht die Beurteilung des Kaltbremsverhaltens der jeweiligen Reifenmischung, was insbesondere für die Bewertung von Ganzjahres- und Winterreifen relevant ist. Referenzreifen werden mit der gleichen Frequenz wie im Standard-Nässebremsprogramm getestet.

Nassbremsen - Abgefahren

Dieser Test folgt dem gleichen Verfahren wie der Standard-Nässebremstest – Einfahrgeschwindigkeit 88 km/h, Vollbremsung mit ABS, VBOX-Messung im Geschwindigkeitsbereich von 80–5 km/h – verwendet jedoch Reifen mit geringer Profiltiefe, typischerweise etwa 2 mm. So wird die Bremsleistung jedes Reifens bei abnehmender Profiltiefe bewertet, was ein entscheidender Sicherheitsfaktor ist. Viele Reifen verlieren bei geringer Profiltiefe deutlich an Nassbremsleistung, und dieser Test quantifiziert diese Verschlechterung.

Nasshandling

Für Nasshandling-Tests fahre ich auf einer speziellen Handlingstrecke am Haftungslimit. Ich nutze dafür in der Regel spezielle Nassstrecken mit Bewässerungssystemen an den Randsteinen, die für gleichmäßige Oberflächenbedingungen sorgen. Das ESP ist, wo immer möglich, deaktiviert, damit ich die natürliche Balance, das Ansprechverhalten und das Grenzverhalten der Reifen ohne elektronische Eingriffe beurteilen kann. Je nach Strecke, Reifentyp und Streckenkonstanz absolviere ich üblicherweise zwei bis fünf gezeitete Runden pro Reifensatz. Runden, die durch eindeutige Fahrfehler oder offensichtliche Umwelteinflüsse beeinträchtigt wurden, schließe ich aus. Kontrollrunden werden während der Session regelmäßig durchgeführt, und ich verwende oft mehrere Sätze Kontrollreifen, damit der Verschleiß der Referenzreifen keine aussagekräftige Variable darstellt.

Subj. Nasshandling

Zusätzlich führe ich eine strukturierte subjektive Fahrverhaltensbeurteilung im Grenzbereich der Haftung auf einer speziell dafür vorgesehenen Nassfahrstrecke durch. Ich bewerte Lenkpräzision, Lenkansprechverhalten, Einlenkverhalten, Kurvenstabilität, Aquaplaningresistenz, Ausbrechverhalten und das allgemeine Vertrauen anhand einer standardisierten Skala von 1 bis 10, die ich in allen meinen Tests einheitlich verwende. Die abschließende Beurteilung kombiniert die numerische Bewertung mit einem schriftlichen technischen Kommentar. Vor der Bewertung jedes einzelnen Reifens absolviere ich Einführungsrunden mit dem Kontrollreifen.

Aquaplaning geradeaus

Um den Aquaplaning-Widerstand bei geradliniger Fahrt zu messen, fahre ich mit einer Fahrzeugseite durch eine Wasserrinne mit kontrollierter Tiefe (typischerweise ca. 7 mm), während die andere Seite auf trockenem Asphalt bleibt. Ich fahre mit konstanter Geschwindigkeit hinein und beschleunige dann schrittweise. Aquaplaning beginnt, sobald das Rad in der Wasserrinne einen festgelegten Schlupfwert im Vergleich zum Referenzrad auf der trockenen Seite überschreitet. Üblicherweise führe ich vier Messungen pro Reifensatz durch und bilde den Mittelwert der gültigen Ergebnisse.

Kurven Aquaplaning

Für die Untersuchung von Kurven-Aquaplaning verwende ich eine kreisförmige Teststrecke mit typischerweise etwa 100 Metern Durchmesser und einem überfluteten Abschnitt mit kontrollierter Wassertiefe von üblicherweise etwa 7 mm. Das Fahrzeug ist mit GPS-Telemetrie und einem dreiachsigen Beschleunigungsmesser ausgestattet. Ich durchfahre den überfluteten Abschnitt mit schrittweise erhöhter Geschwindigkeit, typischerweise in 5-km/h-Schritten, und messe die minimale, anhaltende Querbeschleunigung bei jedem Schritt. Der Test wird fortgesetzt, bis die Querbeschleunigung vollständig abfällt und somit Aquaplaning eintritt. Das Ergebnis wird als verbleibende Querbeschleunigung in m/s² in Abhängigkeit von der Geschwindigkeit angegeben.

Subj. Komfort

Zur Beurteilung des Fahrkomforts fahre ich auf unterschiedlichsten Straßenbelägen (oftmals auf speziell dafür vorgesehenen Teststrecken) mit Geschwindigkeiten von 50 bis 120 km/h, darunter glatte Autobahnen, raue Oberflächen, Dehnungsfugen, unebene Fahrbahnen und scharfkantige Hindernisse. Ich bewerte den primären und sekundären Fahrkomfort, die Stoßdämpfung, die vom Sitz übertragenen Vibrationen und die Fähigkeit des Reifens, Stöße abzufedern. Die Bewertungen erfolgen auf einer Skala von 1 bis 10 relativ zum Referenzreifen.

Geräusch

Zur Beurteilung der Kabinengeräusche fahre ich mit kontrollierten Geschwindigkeiten, typischerweise 50, 80, 100 und 120 km/h, auf NVH-Testoberflächen mit definierten Oberflächenbeschaffenheiten. Kalibrierte Mikrofone werden in Ohrhöhe in der Kabine positioniert. Die Messungen erfolgen mit A-Bewertung, gegebenenfalls ergänzt durch eine Terzbandanalyse zur Identifizierung tonaler Merkmale wie Resonanzen im Innenraum. Die Fenster bleiben geschlossen, die Lüftung ist ausgeschaltet und die Umgebungsbedingungen werden kontrolliert, sodass die Daten den Reifen und nicht externe Störungen widerspiegeln.

Verschleiß

Ich führe selbst keine Reifenverschleißtests durch. Wenn Verschleißmessungen Teil eines Programms sind, werden diese von einem beauftragten Spezialprüfdienstleister durchgeführt. Dabei kommen entweder ein Konvoiverfahren im Straßenverkehr oder ein beschleunigtes maschinelles Verschleißverfahren zum Einsatz. Beim Konvoi-Test fahren mehrere Fahrzeuge eine festgelegte Strecke auf einer öffentlichen Straße über eine längere Distanz ab. Die Profiltiefe wird in regelmäßigen Abständen gemessen und die Reifen werden systematisch getauscht, um positions- und fahrzeugspezifische Einflüsse zu minimieren. Bei beschleunigten maschinellen Verschleißtests wird der Reifen auf einem speziellen Prüfstand oder einer Trommel mit rauer Oberfläche getestet. Dieser Prüfstand simuliert den Verschleiß im realen Fahrbetrieb unter kontrollierten Last-, Geschwindigkeits-, Ausrichtungs- und Krafteinwirkungen. Anschließend verwende ich die vom Prüfdienstleister gemessene Verschleißrate im Vergleich zum Referenzreifen, um die voraussichtliche Restlebensdauer des Reifens zu schätzen.

Rollwiderstand

Der Rollwiderstand wird unter kontrollierten Laborbedingungen gemäß ISO 28580 und UNECE-Regelung 117 Anhang 6 gemessen. Der Reifen wird auf einem Prüfrad montiert und gegen eine Stahltrommel mit großem Durchmesser belastet. Nach der thermischen Stabilisierung bei der vorgegebenen Prüfgeschwindigkeit wird die Rollwiderstandskraft an der Spindel gemessen und nach dem entsprechenden Verfahren korrigiert. Das Ergebnis wird als Rollwiderstandskoeffizient, typischerweise in kg/Tonne, angegeben.

Abrieb

Der Reifenabrieb wird als Massenverlust des Reifens über eine definierte Fahrstrecke oder einen Testzyklus ermittelt. Die Reifenmasse wird vor und nach dem Test mit Präzisionswaagen gemessen, und das Ergebnis wird in der für das jeweilige Programm relevanten Einheit angegeben. Die Methodik entspricht, soweit relevant, den neuesten branchenüblichen oder behördlichen Entwicklungsverfahren.

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