245/40 R183 Luftdrücke, ein Reifen8 gemessene Disziplinen
Der Einfluss des Reifendrucks auf die Reifenleistung: 1,7 vs. 2,4 vs. 3,1 bar
Inhalt
Vi Bilagare hat einen Reifentest gefahren, bei dem sich der Reifen nie geändert hat. Das schwedische Magazin nahm einen Audi A4 Avant mit Nokian Hakka Black 3 in 245/40 R18 und fuhr dasselbe Auto, auf demselben Reifensatz, mit demselben Fahrer, mit drei verschiedenen Luftdrücken: den 2,4 bar (35 psi), die das Fahrzeug für seine 18-Zoll-Räder vorgibt, und jeweils 0,7 bar (10 psi) darunter und darüber, also 1,7 bar (25 psi) und 3,1 bar (45 psi). Nassbremsen, Nasskreisbahn, Aquaplaning geradeaus und in der Kurve, Trockenbremsen, Rollwiderstand und Innengeräusch wurden bei jeder Einstellung gemessen.

Bemerkenswert ist, wie einseitig die Antwort ausfällt. 0,7 bar (10 psi) zu wenig kostete fast überall: über zwei Meter mehr Bremsweg auf nasser Fahrbahn, mit deutlichem Abstand das früheste Aufschwimmen, die langsamste Runde auf der Nasskreisbahn, eine halbierte Note im Trockenhandling und einen Rollwiderstandsverlust, der den Reifen auf dem EU-Label um zwei volle Klassen zurückwirft. 0,7 bar (10 psi) zu viel kostete dagegen kaum etwas und half stellenweise sogar, mit der besten Aquaplaning-Sicherheit und dem niedrigsten Rollwiderstand der drei Einstellungen. Zu wenig Luft ist das Problem. Zu viel Luft ist es in diesem Rahmen meist nicht.
Unabhängige TestdatenVi Bilagare
Die Fahrten fanden parallel zum Sommerreifentest 2023 von Vi Bilagare statt, auf denselben Belägen und gegen denselben Trend des Referenzreifens, sodass die Druckwerte auf derselben Basis liegen wie jener Vergleichstest. Eine bewusste Auslassung: Es gibt keine Handlingzeiten auf nasser oder trockener Fahrbahn. Der Tester hielt die Flanken bei 1,7 bar (25 psi) für zu grenzwertig, um sie mit voller Querbeschleunigung zu belasten, weil die Felge am Ende die Fahrbahn berühren könnte. Deshalb diente die Nasskreisbahn der Messung der Querhaftung, und das Trockenhandling wurde stattdessen subjektiv auf dem Oval des Hakka Ring bewertet. Was folgt, ist unsere Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse. Für den vollständigen Test, alle Daten und die Methodik lesen Sie das Original von Vi Bilagare.
Nasshaftung
Auf nasser Fahrbahn ist zu wenig Luft am teuersten. Mit 1,7 bar (25 psi) brauchte der Audi aus 80 km/h 2,10 m mehr zum Stehen als mit dem vorgegebenen Druck, das ist etwa eine halbe Fahrzeuglänge, und Vi Bilagare weist darauf hin, dass hier nur aus 80 km/h gemessen wurde. Derselbe prozentuale Verlust aus höherem Tempo bedeutet eine deutlich größere Distanz. Zu viel Luft bewirkte dagegen nichts Messbares: Der Abstand zwischen 3,1 bar (45 psi) und 2,4 bar (35 psi) beträgt drei Zentimeter.
Die Nasskreisbahn ist die einzige Disziplin, die der vorgegebene Druck klar gewinnt, und sie verdient Aufmerksamkeit, weil sie der Annahme widerspricht, mehr Luft bedeute schlicht mehr Grip. Die Einstellung mit 2,4 bar (35 psi) war die schnellste. Der Schritt auf 3,1 bar (45 psi) kostete acht Hundertstelsekunden, der Schritt hinunter auf 1,7 bar (25 psi) eine gute Drittelsekunde. Bei der Querhaftung im Nassen liegt die Herstellervorgabe genau richtig.
Das Fazit von Vi Bilagare aus den Nassfahrten fällt deutlich aus: Bei vernachlässigtem Luftdruck konnte der getestete Premiumreifen weder besser bremsen noch besser um die Kurve fahren als der günstige chinesische Reifen, den sie parallel testeten. Rechnet man die Aquaplaning-Ergebnisse weiter unten hinzu, bescheinigen sie dem Premiumreifen mit 1,7 bar (25 psi) ein geringeres Sicherheitsniveau auf nasser Straße als dem Budgetreifen mit korrektem Druck. Das Geld für den besseren Reifen ist, so ihre Formulierung, im Grunde verschwendet, wenn der Druck nicht gepflegt wird.
Aquaplaning
Beim Aquaplaning reagierte der Reifen am klarsten und gleichmäßigsten auf den Luftdruck, und hier verdient das zusätzliche 0,7 bar (10 psi) tatsächlich Geld. Zu wenig Luft lässt den Reifen einsinken, was die Aufstandsfläche verbreitert und es dem Reifen leichter macht, auf stehendem Wasser aufzuschwimmen. Mehr Druck spannt das Profil und verkleinert die Aufstandsfläche, sodass der Reifen länger durch das Wasser schneidet. Die Aufschwimmgeschwindigkeit geradeaus stieg mit jeder Druckerhöhung stetig an.
Beim Kurven-Aquaplaning zeigt sich dasselbe Muster, nur mit mehr Konsequenz. Der Sprung von 1,7 bar (25 psi) auf 3,1 bar (45 psi) beträgt mehr als elf km/h in der Geschwindigkeit, die das Auto bei maximaler Querbeschleunigung durch stehendes Wasser tragen konnte, und der Gewinn von 8,7 % durch mehr Druck ist die größte einzelne Verbesserung im gesamten Test. Die zusätzliche Festigkeit der Flanke scheint mehr zu zählen, sobald das Wasser in der Kurve verdrängt wird.
Trockenhaftung und Lenkverhalten
Das Trockenbremsen ist die einzige gemessene Disziplin, die der zu weiche Reifen gewinnt. Weniger Luft bedeutet eine größere Aufstandsfläche und mehr Gummi auf der Straße, und das ergab den kürzesten Bremsweg der drei. Der Vorsprung ist absolut betrachtet allerdings klein: Die gesamte Spanne von Bestem zu Schlechtestem beträgt 0,72 m, gegenüber 2,13 m im Nassen.
Das Lenkverhalten erzählt die genau gegenteilige Geschichte, und zwar viel deutlicher. Mit 1,7 bar (25 psi) wurde die Lenkung bei niedrigem Tempo schwer und verlangte an Kreuzungen und in Kreisverkehren spürbar mehr Lenkwinkel. Draußen auf dem sieben Kilometer langen Oval des Hakka Ring wurde sie diffus und nichtlinear: Bei 115 km/h lösten schon kleine Lenkbewegungen eine Nachbewegung aus, der Tester beschrieb das Auto als in den Hüften rollend, und es dauerte unerwartet lange, bis es wieder geradeaus lief. Beim Spurwechsel fehlte es an Präzision, und das Auto war schwer in der Fahrbahnmitte zu platzieren. Mit 3,1 bar (45 psi) fielen die Unterschiede weit geringer aus und zeigten sich vor allem in einer etwas schnelleren Reaktion auf größere Lenkwinkel und besserem Widerstand gegen Querkräfte. Die Anmerkung des Testers verdient Wiederholung: Obwohl er genau wusste, worauf zu achten war, hätte er auf einer normalen Fahrt zur Arbeit nicht vermutet, dass der Druck zu hoch war.
Rollwiderstand und Betriebskosten
Der Rollwiderstand wurde nach dem Standard des EU-Reifenlabels gemessen und lieferte die größte prozentuale Veränderung des Tests. Der Abfall auf 1,7 bar (25 psi) erhöhte den Beiwert um 26,8 %, genug, um den Reifen von einem C-Label auf ein E zu bringen, die niedrigste bei Pkw-Reifen gebräuchliche Klasse. Vi Bilagare beziffert die Auswirkung in der Praxis auf rund 0,3 l/100 km Mehrverbrauch bei einem Benziner oder etwa 30 km verlorene Reichweite pro Ladung bei einem Elektroauto. In die andere Richtung verbesserte 3,1 bar (45 psi) den Rollwiderstand um 9,0 %, aber nicht genug für einen besseren Buchstaben: Es bleibt bei C.
Innengeräusch
Das Innengeräusch ist die zweite Disziplin, in der der zu weiche Reifen vorn liegt, und es ist der nützlichere der beiden Trostpreise, weil ein Fahrer ihn im Alltag tatsächlich bemerken dürfte. Der niedrigste Druck war bei jedem Tempo und auf beiden Belägen der leiseste.
Die gemessene Spanne ist auf glattem Asphalt bei Autobahntempo am größten, subjektiv empfand der Tester den Unterschied jedoch auf dem rauen Belag als größer, weil sich dort der Charakter des Geräusches änderte und nicht nur sein Pegel. Mit 3,1 bar (45 psi) gab es ein deutliches Poltern in Kurven und tieffrequente Basstöne auf glatter Fahrbahn, die vorher nicht da waren. Mit 1,7 bar (25 psi) trat ein pfeifendes Hintergrundgeräusch auf, das keiner von ihnen zuvor an dem Auto gehört hatte und das der Schallpegelmesser überhaupt nicht erfasste.
Verschleiß
Der Verschleiß wurde für die einzelnen Luftdrücke nicht als Messprogramm gefahren, daher nennt Vi Bilagare das zu erwartende Bild statt eines Wertes. Beide Abweichungen vom vorgegebenen Druck verkürzen die Lebensdauer, nur an unterschiedlichen Stellen der Lauffläche.
Den Luftdruck richtig prüfen
Zwei praktische Punkte gehen aus dem Test hervor, die mehr wert sind als die Zahlen. Der erste: Bei einem Niederquerschnittsreifen wie diesem 245/40 R18 sind 0,7 bar (10 psi) zu wenig praktisch unsichtbar. Es gibt keinen optischen Hinweis. Der einzig verlässliche Weg ist ein ordentliches Manometer.
Der zweite: Der vom Fahrzeug vorgegebene Druck gilt für kalte Reifen, und der häufigste Fehler besteht darin, ihn mitten auf einer Fahrt an der Tankstelle zu prüfen. Dann haben die Reifen Betriebstemperatur und der Druck ist um 0,2 bis 0,3 bar (3 bis 4 psi) gestiegen, sodass ein Einstellen auf den Wert vom Türaufkleber im warmen Zustand das Auto dauerhaft genau um diesen Betrag zu weich fahren lässt. Vi Bilagare merkt an, dass dies nahe an dem Defizit liegt, das die Reifenkontrollen von Polizei und Reifenbranche in den nordischen Ländern immer wieder finden. Dieselbe Falle gilt für Reifendruckkontrollsysteme, bei denen der Fahrer bestätigen muss, dass die Reifen korrekt befüllt sind: Wer den Grundwert an warmen Reifen zurücksetzt, bekommt von der Elektronik einen dauerhaft zu niedrigen Druck als korrekt gemeldet.
Es lohnt sich außerdem, vor einer Fahrt in kältere Regionen etwas Luft nachzufüllen, ebenso bei Winterreifen, die im Herbst noch bei Plusgraden montiert werden, denn mit der Temperatur sinkt auch der Druck.
Was das bedeutet
Beim Reifendruck geht es letztlich um Last. Zu wenig Luft bedeutet, dass der Reifen mehr trägt, als er dafür ausgelegt ist, sich beim Abrollen stärker verformt und die Schultern abnormal belastet werden. Über längere Zeit riskiert das eine Schädigung der Karkasse, die von außen nicht zu erkennen ist. Das Auto zu beladen, ohne den Druck zu erhöhen, wirkt genauso wie zu wenig Druck im leeren Zustand, weshalb es die Herstellerangabe für den beladenen Fall gibt und weshalb 0,7 bar (10 psi) zu wenig ein weit realistischeres Szenario sind, als es klingt: Ein volles Auto mit gepacktem Kofferraum und Dachbox erreicht das von allein.
Die praktische Schlussfolgerung ist asymmetrisch, und genau das ist die nützliche Erkenntnis. Etwas zu viel Druck kostet einen minimal längeren Bremsweg im Trockenen, eine leicht langsamere Runde auf der Nasskreisbahn und ein lauteres Innengeräusch und bringt bessere Aquaplaning-Sicherheit und geringeren Rollwiderstand. Etwas zu wenig Druck kostet Nassbremsweg, Nasshaftung, Aquaplaning-Sicherheit, Lenkpräzision, Kraftstoff und Reifenleben und bringt ein leiseres Innengeräusch und einen minimal kürzeren Bremsweg im Trockenen. Wenn Sie sich beim Reifendruck schon irren, dann irren Sie sich nach oben.
Dies ist unsere Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse aus dem Test von Vi Bilagare. Für alle Daten, den vollständigen Bericht und die übrigen Reifentests besuchen Sie die Reifentest-Seiten von Vi Bilagare.
Häufige Fragen zum Reifendruck
Die Fragen, die dieser Test direkt beantwortet, jeweils mit den gemessenen Werten dahinter. Alles stammt aus den Fahrten von Vi Bilagare mit einem Satz Nokian Hakka Black 3 in 245/40 R18 auf einem Audi A4 Avant, bei 1,7, 2,4 und 3,1 bar (25, 35 und 45 psi).
Etwas zu viel. Die Auswirkungen sind deutlich unsymmetrisch. 0,7 bar (10 psi) unter der Fahrzeugvorgabe kosteten Nassbremsweg, Nasshaftung, Aquaplaning-Sicherheit, Lenkpräzision, Kraftstoff und Reifenleben. 0,7 bar (10 psi) darüber kosteten lediglich einen minimal längeren Bremsweg im Trockenen, eine leicht langsamere Runde auf der Nasskreisbahn und etwas mehr Innengeräusch, verbesserten dafür Aquaplaning-Sicherheit und Rollwiderstand. Wer nicht exakt sein kann, irrt besser nach oben.
Auf nasser Fahrbahn erheblich. Mit 1,7 bar (25 psi) statt der vorgegebenen 2,4 bar (35 psi) brauchte das Testfahrzeug aus 80 km/h 25,80 m zum Stehen gegenüber 23,70 m beim korrekten Druck. Das sind 2,10 m mehr, etwa eine halbe Fahrzeuglänge, und gemessen wurde nur aus 80 km/h, sodass derselbe prozentuale Verlust aus höherem Tempo eine deutlich größere Distanz bedeutet. Auf trockener Fahrbahn kehrt sich der Effekt leicht um: Der zu weiche Reifen bremste mit 33,01 m aus 100 km/h am kürzesten, die gesamte Spanne im Trockenen betrug aber nur 0,72 m.
Es lässt Aquaplaning früher einsetzen, und das war der größte Einzeleffekt im Test. Aquaplaning geradeaus begann bei 72,3 km/h mit 1,7 bar (25 psi), bei 80,8 km/h mit den vorgegebenen 2,4 bar (35 psi) und bei 84,1 km/h mit 3,1 bar (45 psi). In der Kurve stieg die Geschwindigkeit, die das Auto durch stehendes Wasser tragen konnte, über dieselben drei Drücke von 57,5 km/h auf 63,4 km/h und 68,9 km/h. Zu wenig Luft lässt den Reifen einsinken und seine Aufstandsfläche breiter werden, wodurch er leichter auf dem Wasser aufschwimmt.
0,7 bar (10 psi) zu wenig erhöhten den Rollwiderstand um 26,8 %, von 8,72 kg/t auf 11,06 kg/t, gemessen nach dem Standard des EU-Reifenlabels. Das genügt, um denselben Reifen von einem C auf ein E zu bringen, die niedrigste bei Pkw-Reifen gebräuchliche Klasse. Vi Bilagare beziffert die Auswirkung in der Praxis auf rund 0,3 l/100 km Mehrverbrauch bei einem Benziner oder etwa 30 km verlorene Reichweite pro Ladung bei einem Elektroauto.
Nicht zuverlässig. Mehr Druck verbesserte klar die Aquaplaning-Sicherheit und den Rollwiderstand und machte beim Nassbremsen keinen messbaren Unterschied. Die vorgegebenen 2,4 bar (35 psi) gewannen jedoch die Nasskreisbahn klar, mit 3,1 bar (45 psi) acht Hundertstelsekunden langsamer, und 3,1 bar ergaben mit 33,73 m den längsten Bremsweg im Trockenen von allen dreien. Mehr Luft bedeutet nicht einfach mehr Grip.
Meist nicht. Bei den in diesem Test verwendeten Niederquerschnittsreifen in 245/40 R18 waren 0,7 bar (10 psi) unter dem korrekten Druck mit bloßem Auge kaum zu erkennen. Bei einem modernen Niederquerschnittsreifen gibt es keinen verlässlichen optischen Hinweis, deshalb hilft nur ein ordentliches Manometer.
Kalt. Der auf dem Aufkleber des Fahrzeugs angegebene Druck gilt für kalte Reifen. Nach der Fahrt haben die Reifen Betriebstemperatur und der Druck ist um etwa 0,2 bis 0,3 bar (3 bis 4 psi) gestiegen. Stellt man sie dann mitten auf einer Reise an der Tankstelle auf den Aufkleberwert ein, fährt das Auto dauerhaft genau um diesen Betrag zu weich. Dieselbe Falle betrifft Reifendruckkontrollsysteme, bei denen der Fahrer den korrekten Fülldruck bestätigen muss: Wer den Grundwert an warmen Reifen zurücksetzt, bekommt einen dauerhaft zu niedrigen Druck als korrekt gemeldet.
Ja, und der niedrigste Druck war der leiseste. Im Mittel über die Messfahrten wurden im Innenraum 67,0 dB(A) bei 1,7 bar (25 psi), 67,8 dB(A) bei den vorgegebenen 2,4 bar (35 psi) und 68,7 dB(A) bei 3,1 bar (45 psi) gemessen. Nicht nur der Pegel änderte sich, sondern auch der Charakter: Bei hohem Druck gab es ein deutliches Poltern in Kurven und tieffrequente Basstöne auf glatter Fahrbahn, bei niedrigem Druck hörten die Tester ein pfeifendes Hintergrundgeräusch, das der Schallpegelmesser überhaupt nicht erfasste.
Er verändert vor allem, wo die Lauffläche verschleißt, nicht nur wie schnell. Beim korrekten Druck verteilt sich der Verschleiß gleichmäßig über die Lauffläche. Zu wenig Druck konzentriert ihn auf den Schultern, zu viel Druck in der Mitte. Beides verkürzt die nutzbare Lebensdauer. Vi Bilagare gibt dies als zu erwartende Bilder an, nicht als Messwerte, da für die einzelnen Drücke kein eigenes Verschleißprogramm gefahren wurde.
Nach diesem Test nicht. Vi Bilagare fuhr parallel einen günstigen chinesischen Reifen und kam zu dem Schluss, dass der Premiumreifen bei vernachlässigtem Druck weder besser bremsen noch besser um die Kurve fahren konnte als der Budgetreifen. Zusammen mit den Aquaplaning-Ergebnissen bescheinigen sie dem Premiumreifen mit 1,7 bar (25 psi) ein geringeres Sicherheitsniveau auf nasser Straße als dem Budgetreifen mit korrektem Druck. Das Geld für bessere Reifen ist weitgehend verschwendet, wenn der Druck nicht gepflegt wird.
Ja. Beim Reifendruck geht es im Kern um Last: Zu wenig Luft bedeutet, dass der Reifen mehr trägt, als er dafür ausgelegt ist, sich beim Abrollen stärker verformt und die Schultern abnormal belastet werden. Das Auto zu beladen, ohne den Druck zu erhöhen, wirkt genauso wie zu wenig Druck im leeren Zustand. Deshalb geben die Hersteller einen eigenen Wert für den beladenen Fall an. Und deshalb sind 0,7 bar (10 psi) zu wenig ein realistisches Alltagsszenario und kein Extremfall: Ein volles Auto mit gepacktem Kofferraum und Dachbox erreicht das von allein.
Abgelegt unter Reifentests der FachpresseReifen-Ratgeber




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